Deep Dive: Wie verlässlich sind Gesundheitsdaten von Smartwatches und anderen wearables?

Shownotes

Man fühlt sich ausgeruht, wacht bestens erholt auf und dann meldet die Smartwatch: schlecht geschlafen. Wem soll man da glauben, dem eigenen Körpergefühl oder dem Gerät am Handgelenk? Smartwatches, Fitnessarmbänder und Ringe messen Puls, Schlafphasen und Sauerstoffaufnahme und versprechen, dass wir unseren Körper besser verstehen und unseren Alltag optimieren können. Doch wie verlässlich sind diese Daten wirklich? In diesem Deep Dive spricht SdF-Host Jonas Ross mit Prof. Dr. Olaf Überschär von der Hochschule Magdeburg-Stendal darüber, was Wearables heute schon leisten, wo Marketing anfängt und was es mit uns macht, wenn wir uns beim Blick auf den eigenen Körper auf Technik verlassen.

Zu Gast

Prof. Dr. Olaf Überschär, seit 2019 Lehrstuhl für Mensch-Technik-Interaktion an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Er forscht mit seinem Team im Bereich Biomechanik und untersucht mit Leistungssportler*innen, ob und wie Wearables und andere Technologien für Leistungsdiagnostik und Verletzungsprävention eingesetzt werden können.

Darum geht's

  • Was Wearables sind und was sie messen: Herzfrequenz, Puls, Schlafphasen, Temperatur, Sauerstoffaufnahme bei Belastung
  • Welche Anwendung sie in der wissenschaftlichen Forschung finden und was diese Wearables von Alltagsgeräten unterscheidet
  • Wie aussagekräftig sind die Messungen von Alltags-Wearables, etwa beim Schlaf oder bei Pausenempfehlungen?
  • Wie sinnvoll ist es seine Leistungen mit wearables zu messen und seinen Alltag dementsprechend anzupassen?
  • Was passiert, wenn wir uns beim Verständnis unseres Körpers auf Smart Devices verlassen?

Links

    [Hochschule Magdeburg-Stendal & Olaf Überschär](http://www.h2.de/hochschule/fachbereiche/iwid/institut-fuer-elektrotechnik/mitarbeiter/ueberschaer-olaf.html) [Prognose Wearables-Markt bei Counterpoint Research](https://counterpointresearch.com/en/insights/consumer-wearables-to-generate-more-than-$-1-trillion) ["Ich fühle mich hellwach und topfit. Meine Smartwatch sieht das ganz anders" aus Spiegel Magazin Nr. 31, 2026](https://www.spiegel.de/fitness/fitness-und-smartwatch-ich-fuehle-mich-topfit-doch-meine-uhr-sieht-das-ganz-anders-a-628c4569-5325-42eb-b3cc-7127c1579806)

Credits
Host: Jonas Ross
„Stand der Forschung" wird produziert vom Studio ZX für ZEIT Advise, diese Folge im Auftrag der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen zurück zu Stand der Forschung.

00:00:05: Mein Name ist Jonas Ross und das ist ein neuer Deep Dive!

00:00:08: In dieser Folge geht es um wearable Technologie, also Technik die man wie Smartwatches oder Armbänder am Körper tragen kann, um beispielsweise Gesundheitsdaten zu messen – und es geht darum, wie aussagekräftig diese Messungen eigentlich sind.

00:00:37: Kürzlich hab ich einen Freund getroffen.

00:00:39: Er war frisch zurück aus dem Urlaub, sah sehr erholt aus.

00:00:43: Er sagt, er fühl

00:00:44: sich auch so.

00:00:45: Dann aber wirft er einen kurzen Blick auf seine Smartwatch und sagt dabei sagt meine Uhr das ich heute total schlecht geschlafen habe.

00:00:53: Also was jetzt?

00:00:55: Sind erhohlt sein und sich erhult fühlen zwei völlig unterschiedliche Dinge.

00:01:01: Und wer hat jetzt recht mein freund oder seine uhr?

00:01:05: Sogenannte Wearables, die wir an unseren Körpern tragen können sind längst Teil unseres Alltags.

00:01:11: Immer mehr Menschen messen Tracking und optimieren ihre Gesundheitsdaten – sei es beim Radfahren, Laufen im Alltag oder eben beim Schlafen!

00:01:21: Der Absatzmarkt für Alltag-Wareables hat sich zwischen zwei Tausend Fünfzehn und Zwei Tausends Dreiundzwanzig

00:01:27: verfünffacht.

00:01:28: Und laut Schätzungen von Counterpoint Research kann sich der Umsatz für Alltags wearables bis zu einem Jahrzehnte noch einmal deutlich erhöhen, auf bis zu eine Billion Euro.

00:01:41: Firmen wie Apple, Google und Huawei setzen im großen Stil auf die Entwicklung von Smartwatches, Armbändern, Brillen, Ring- oder Goten die Gesundheitsdaten erfassen.

00:01:56: Beim Wearable Computing geht es um die Entwicklung.

00:02:03: Hauptaufgabe des Tracking von Gesundheitsdaten mit Hilfe von Sensoren, Applikationen, Hard- und Software sowie mobiler Erfassung ist.

00:02:12: Die Wearables erfassen etwa die Herzfrequenz den Puls verschiedene Schlafphasen, die Temperatur oder die Sauerstoffaufnahme bei körperlicher Belastung.

00:02:22: Die Möglichkeiten, den eigenen Körper zu monitorn und sich selbst im Alltag zu optimieren scheinen schier endlos!

00:02:30: Und das hat längst zu großartigen neuen Möglichkeiten geführt.

00:02:34: Smart Tracking Devices können Menschen bei ihrem Diabetes-Management unterstützen und die Kommunikation zwischen Ärztinnen und Patientinnen erheblich verbessern.

00:02:43: In der Forschung kann der menschliche Körper mit wissenschaftlichen Methoden durch Wearables immer besser und niedrigschwelliger untersucht werden.

00:02:51: Doch wie sieht es mit der Verlässlichkeit von Alltagswearables aus?

00:02:58: Kann die Smartwatch tatsächlich aussagekräftig sagen, wann es Zeit für eine Pause oder für mein Schlaf ist?

00:03:05: Sind das sinnvolle Alltagsoptimierung oder uneinheitbare Werbeversprechen der Anbieter?

00:03:10: und wohin führt's eigentlich wenn wir uns beim Verständnis unseres eigenen Körpers auf smart devices verlassen.

00:03:18: Diese, ich sag mal diese Seiburg-Idee man kann auch sagen vielleicht dieser Albtraum der ist ja schon seit den achtziger Jahren vielleicht noch länger präsent und ich glaube auch nicht mit dem besten Konnotation vorsehen.

00:03:27: Deswegen also es ist schon gut dass der Mensch wir halt sich über drehundertausend Jahre entwickelt hat und noch weiter rüber hinaus funktioniert wie er funktioniert aber natürlich technisch.

00:03:37: Unterstützung kann man geben und in ganz gewissen Fällen sollte man die vielleicht auch geben.

00:03:41: Das ist Professor Doktor Olaf Lüberscher.

00:03:45: Er hat seit Jahrzehnten den Lehrstuhl für Mensch-Technik-Interaktion an der Hochschule Magdeburg Stendal inne.

00:03:52: Mit seinem Team forscht Übershare im Bereich der Biomechanik, dabei arbeitet er viel mit Leistungssportlerinnen untersucht ob und wie Wearables und andere Technologien für die Leistungsdiagnostik und Verletzungsprävention genutzt werden können.

00:04:07: Also kurz gesagt sein Fachgebiet ist die Interaktion zwischen dem menschlichen Körper auch der Zukunft.

00:04:16: Ich spreche mit ihm über seinen Fachbereich und über seine Forschung, über die Frage was wearables heute schon können?

00:04:23: Und was vielleicht plumpes Marketingversprechen ist?

00:04:26: Und ich will wissen hat mein Freund nun schlecht geschlafen oder nicht?

00:04:34: Den Stand der Forschung ermittel' ich auch in dieser Folge wieder mit einem Gast und das is diesmal Olaf.

00:04:39: Überscherch freue mich sehr dass du da bist Olaf herzlich willkommen!

00:04:42: Vielen Dank dass ich dabei sein kann.

00:04:43: ich freu mich.

00:04:44: Wir haben vorhin schon ein kleines Intro gehört, wo wir das Thema der heutigen Folge vorstellen.

00:04:50: Es geht ja um Wearables.

00:04:52: jetzt ist es so.

00:04:54: dein Fachbereich ist sehr weitläufig für dich fast sagen da fallen viele Begriffe.

00:04:58: Wir hatten mal angedacht für unsere Erklärungskategorie sozusagen dass heißt wie erkläre ich das meiner Oma?

00:05:04: kannst du deinen Fachbereich deine Forschungsarbeit einfach erklären?

00:05:11: was genau machst du?

00:05:13: Es kann so einfach

00:05:15: sein.

00:05:19: Ja, ich gebe mir große Mühe.

00:05:21: fangen wir mal an.

00:05:22: also biomechanik ist die Gesamtüberschrift meines Themengebietes dass wir in verschiedenen Bereichen verfolgen in Forschung in Lehre und natürlich dann auch in der Außendarstellung.

00:05:32: Biomechanic ist am Ende die Lehre von der Funktionsweise der menschlichen Anatomie, der menschen Physologie aber genauso auch der Tiere eigentlich aller belebter Strukturen auf der Welt mit dem Ziel, dass wir Bewegungen erstmal analysieren wollen dann verstehen und im besten Falle dann vielleicht sogar optimieren wollen.

00:05:56: Da merken wir schon da geht es in ganz verschiedene Richtungen.

00:05:58: natürlich einerseits wenn man überlegt okay Bewegung verstehen und Bewegung optimieren kann es in die Richtung gehen das hier vielleicht eine Fehlstellungen in einem Gelenk haben oder ob ich auch habituell eine ungünstige Bewegungsform habe, die Schmerzen verursacht im Alltag zum Beispiel.

00:06:14: Also z.B.

00:06:15: Rückenhaltung oder vielleicht auch eine feiche Knierposition und dort die Frage stellen welche Gelenkswinkel Wann müssen vorliegen, um zum Beispiel jetzt beim Hochsprung die optimale Leistungen, also die optimalen Höhe zu erreichen.

00:06:32: Das heißt in welchem Moment, in welcher Phase des Sprungszyklus müssen welche Muskeln aktiviert werden?

00:06:39: auch Körpertrehungen zum Beispiel ausgeführt werden, um dann eben die bestmögliche Leistung auch im Vergleich zu den Konkurrenten und Konkurentinnen zu erzielen.

00:06:46: Das sind so klassische Beispiele wo man denke ich relativ klar auch festmachen kann da geht es also in der ganzen Breite von gesunder Haltung, auch gesund Herstellung wieder als Rehabilitation im sage ich mal auch breiten Gesundheitsbereich bis hin wirklich zur Spitzensportforschung wo es darum geht zu die letzten ein zwei Prozentpunkte vielleicht der menschlichen Leistungsfähigkeit noch herauszukitzen.

00:07:08: Super interessant.

00:07:08: Und ein Teil des Ganzen ist ja letztlich auch die Verbindung zwischen dem menschlichen Körper oder biologischen Bewegungsapparaten, sag ich mal ganz vereinfacht und der Technik.

00:07:20: da würde jetzt denken das muss doch eigentlich gerade einen absoluten Hochlauf haben.

00:07:24: also vielleicht mal die etwas provokante Frage verschmelzen unsere körper immer mehr mit der technik?

00:07:31: Ja gewisserweise schon und dann doch wieder gar nicht.

00:07:36: Was ich damit meine, will ich vielleicht mal kurz darlegen.

00:07:39: Also natürlich ist Technik omnipräsent.

00:07:42: also wir alle denke ich in irgendeiner Form haben tagtäglich wahrscheinlich auch rund um die Uhr ein technisches Gerät beiderhand an der Hand ob nur eine Armband-Uhr ein Handy oder vielleicht auch so einen Ring.

00:07:52: dazu kommen wir vielleicht später nochmal zu sprechen als solche Verbis die uns quasi rund um die Uhr ein Stück weit überwachen, aber auch unterstützen sollen.

00:08:01: Aber natürlich auch umgekehrt ist es immer noch so dass wir Menschen die Bewegung ausführen.

00:08:07: in den allermeisten Fällen haben ja keine ich sag mal aktiven Aktuatoren im Körper also keine künstlichen Gelenke natürlich auch keine Prothesen.

00:08:15: Also es gibt doch natürlich die Fälle Die dann auch durch Technik erst wieder in die Lage versetzt werden halt gewisse Bewegungen auszufüllen vielleicht auch im Leben überhaupt gewissen Vielfalt teilhaben zu können, aber der allergrößte Teil von uns nutzt Technik meist am Körper getragen zur Unterstützung.

00:08:32: Aber natürlich nicht in dem Sinne eine Verschmelzung dass jetzt gewisse Maschinenteile jetzt Körberfunktion übernehmen würden.

00:08:38: also da sind wir ganz weit davon entfernt.

00:08:41: und ich möchte auch genauso provokant, weil ich wieder zum Glück... Ich sage mal diese Cyborg-Idee.

00:08:49: Man kann auch sagen vielleicht dieser Albtraum der ist ja schon seit den Achtziger Jahren noch länger präsent und ich glaube auch nicht mit dem besten Konnotationen versehen.

00:08:56: deswegen also es ist schon gut dass der Mensch wir halt sich über dreieinhalb Tausend Jahre entwickelt hat und noch weiter darüber hinaus Funktioniert, wie er funktioniert.

00:09:05: Aber natürlich Technische Unterstützung kann man geben und in gewissen Fällen sollte man die falsch auch geben.

00:09:11: Jetzt ist es so, bevor wir auf dieses Thema mit den Wearables kommen über das wir sprechen wollen aus einer positiven Sichtweise ist es ja so Wir haben das Glück uns immer näher mit unserem Körper beschäftigen zu können Verstehen.

00:09:23: immer mehr von unserem Körper werden im Zweifel auch gesünder weil wir bestimmte Dinge vielleicht besser korrigieren können.

00:09:30: Würdest du sagen ... deines Fachbereichs oder so der Fachwelt, in den du dich bewegst.

00:09:36: Den Körper... Oder wissen wir heute mehr und immer mehr über den Körper?

00:09:41: Und können deswegen auch immer besser bestimmte Dinge am Körper, ich sage jetzt mal justieren,... ...oder haben wir eigentlich seit Jahren schon dieselbe Datenlage?

00:09:50: Ja ist eine... Sehr gute Frage.

00:09:51: Ich glaube, die kann man gar nicht ganz pauschal beantworten weil wir doch jetzt differenzieren müssen auf welcher Zeitschaler wir denken und auch darüber sprechen.

00:10:00: Eine Sache, die hat ich ja vorhin schon mal angedeutet ist die dass wir von Natur, von der Evolution sehr gut ausgestattet wurden mit allen möglichen Sensoren.

00:10:08: Wir haben Sauerstoff CO-Sensoren, pH-Wertsensoren eingebaut tief in unserem Inneren, die uns sehr gute Möglichkeiten geben die Leistung zu regulieren also körperliche Leistung zu regulieren, wenn es eben so anstrengend wird.

00:10:20: Dass wir automatisch dann die Eratmung zum Beispiel hochfahren und die Atemfrequenz auch entsprechend erhöhen wie auch das Atemvolumen usw.

00:10:28: Also wir haben schon eine ganze Menge Sensorik und auch Aktua-Torik von der Natur verbaut bekommen dafür optimiert was wir den aller größten Zeit unserer Menschheitsgeschichte gewesen sind nämlich Ausdauersport.

00:10:44: Ausdauerläufer Jäger und Sammler, das heißt also die tägliche Bewegung im Ausdauerbereich als in dem Fall natürlich vor allem Laufen.

00:10:53: Also gehen und laufen ist uns in die Wiege gelegt worden und dafür sind wir optimiert nicht nur im Körperbau auch in der ganzen Physiologie in der Biomechanik gibt es sehr viele Beispiele eben auch in den ganzen Regulatorik.

00:11:05: Gerade jetzt ist natürlich auch ein Thema Klimaveränderung und Hitzeperioden.

00:11:10: Wir haben diesen Sommer gerade wieder einige erlebt mit vielen Waldbränden,

00:11:13: etc.,

00:11:14: aber tatsächlich wir sind eine der Spezies die am besten dafür vorbereitet sind weil wir eben auch dafür gemacht sind bei hohen Temperaturen trotzdem noch Leistungsfähigkeit zu bringen und eben auch bei hohem Sonnenstände zum Beispiel zu Jagen wo andere Tiere vielleicht im Schatten liegen und dann immer die in dem Falle wirklich illusionär betrachtet, die Opfertiere darstellen zur Gemeinde für das Zeichenmark.

00:11:33: Also sprich wir sind eigentlich sehr gut auf das Leben dass uns die allermeiste Zeit unserer Menschheitsgeschichte begleitet hat eingestellt.

00:11:41: da brauchen wir keine technische Unterstützung.

00:11:43: Da haben wir alles was wir brauchen eigentlich am Körper.

00:11:46: jetzt kommt es aber natürlich leben ja nicht mehr in einer ich sag mal Jäger und Sammlergesellschaft, zumindest nicht im eigensichtlichen Sinne.

00:11:54: Die allermeiste Bewegung ist uns abgenommen worden im Alltag.

00:11:58: Bewegungen ist jetzt eher die Ausnahme regelmäßiger Bewegung für die breite Masse der Bevölkerung vor allem der westlichen Länder, der entwickelte Länder natürlich entwickelt in dem Sinne halt industriell entwickelt.

00:12:10: Wir haben ein Überangebot an Nahrung eben auch für die Bevölkerungsgruppe, die ich gerade angesprochen habe Und damit hat sich das eigentlich komplett ins Gegenteil verkehrt, was wir mal hatten.

00:12:20: Nämlich Nahrungsmangel, wo Nahrung im besten Falle verfügbar war und Bewegungen auf jeden Fall jeden Tag gegeben waren.

00:12:27: Jetzt haben wir genau den umgekehrten Fall.

00:12:29: Wir haben auf jeden fall Nahrungen gegeben und Bewegung ja bestenfalls wenn es euch irgendwie mal reinpasst.

00:12:36: Und in dieser Konstellation ist natürlich die Unterstützung von technischen Hilfen mit dem sehr wohl sinnvoll die uns dann zum Beispiel den Hinweis geben, du hast dich jetzt eben drei vier Stunden wieder überhaupt nicht am Schreibtisch bewegt.

00:12:50: Jetzt stehen wir auf oder jetzt gehen noch mal raus eine Runde spazieren weil der deine feichtäglichen Schritt zieht oder was auch immer an Bewegungsmeträgen, die dich vielleicht im Tag auch ein Stück weit motivieren sollen erreicht hast.

00:13:03: Das heißt also wenn man die Frage beantworten will brauchen wir als gesunde Menschen in unserem natürlichen Habitat technische Unterstützung um optimal zu funktionieren?

00:13:14: Nein.

00:13:14: Brauchen wir als moderne Menschen, die in Industriegesellschaften leben, technische Unterstützung um einigermaßen gesund zu bleiben trotz Bewegungsmangel, trotz Überangebot an Nahrung?

00:13:26: Dann würde ich sagen... Ja, vielleicht nicht zwingend.

00:13:28: Aber auf jeden Fall ist es ja hilfreich und deswegen bin ich darum klarer Verfechter davon dass wir eben solche wäre bis auch dafür nutzt.

00:13:35: Man muss halt immer vor Augen behalten das ist nicht der Schritt um den Menschen zum Supermenschen zu machen.

00:13:40: Das ist der Schritt eigentlich um den menschen an das Mindestmaß an Bewegung und Gesundheit wieder heranzuführen was er in letzten naja zwei Maximal-Trei Generationen verloren hat.

00:13:51: Ja superinteressanter Punkt mitbringen dass wir im Prinzip gemacht sind zum Leistungssport.

00:13:57: Es war übrigens eine Frage, die mir auch noch im Kopf rumschwirte.

00:13:59: du bist glaube ich soweit ich das herausgefunden habe in meiner Vorbereitung auch selbst ein begeisterter Sportler und beschäftigt dich natürlich, hattest Du gesagt eben in deinem Fachbereich?

00:14:08: Auch mit Leistungssport oder mit den Grenzen des Leistungsports.

00:14:11: was fasziniert Dich so an diesen Grenzerfahrungen, des menschlichen Körpers an diesem Leistungsmort?

00:14:16: Was faszineert Dich daran

00:14:17: so?".

00:14:18: Ja, das ist tatsächlich vielfältig.

00:14:20: Also der Sport ist ja viel mehr als nur schneller höher weiter.

00:14:25: Der Sport gibt soviel an Werten auch gesellschaftlichen Werten den man wahrscheinlich gar nicht in ein zwei Minuten zusammen fassen könnte.

00:14:33: Allein eine Leistungssport der Gedanke dass man einerseits sich anstrengt mit einem klaren Ziel und sich das lohnt also Anstrengungen zahlt sich aus eben von dem Leistungsgedanken über die Teamfähigkeit Die Größe in der Niederlage und gleichzeitig auch die Fairness und die Kameradschaft im Moment des Wieges.

00:14:52: Das sind alles Dinge, die wirklich in meinen Augen eine Schule fürs Leben darstellen.

00:14:57: und Teil davon zu sein und Teil auch dieser Community zu sein das hat mir immer schon sehr viel gegeben und auch bedeutet deswegen ist der Leistungssport für mich gar nicht mal.

00:15:07: nur Frage quasi, was kann der menschliche Körper leisten und wozu ist er vielleicht noch im Stande auch mit Bezug auf aktuelle Bestmarken und spätere vielleicht auch Rekorde.

00:15:18: Sondern eben auch wirklich diese Wertegemeinschaft die damit verbunden ist.

00:15:22: Und in meinen Augen ist auch wirklich ganz viel dran an der Tatsache dass man im gesunden Wettstreit über sich den aktuellen Stand der Menschheit hinauswachsen kann.

00:15:35: Und das geht wie gesagt für den Sport im Kleinen, wie auch für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung im Ganzen und im Großen.

00:15:43: aber das ist wie gesagt jetzt eine fast schon philosophische Frage.

00:15:47: ganz konkret was mich am Ausdauersport fasziniert oder begeistert ist die Tatsache dass man einen wunderbaren Ausgleich findet zu der täglichen Arbeit, die auch bei mir natürlich vor allem schreibtisch.

00:16:01: Vor allem mit Computern also vor allem eben Bewegungsfern geartet ist.

00:16:06: dass man es geht zumindest mir so aber habe ich auch anekdotisch von vielen anderen Kolleginnen und Kollegen gehört das man meist dann irgendwie draußen auf dem Rad oder beim beim Joggen im Wald die besten Einfälle hat.

00:16:17: da kann man manchmal zwei Stunden am Rechner sitzen und Papers lesen und dann in einem entscheidenden Moment auf dem Rat fällt mir auf Mensch aus der Perspektivität noch gar nicht betrachteten, vielleicht ist das genau der Schlüssel für dieses Projekt jetzt wo wir uns etwas festgefahren haben.

00:16:30: Vielleicht gedanklich!

00:16:31: Deswegen also den Kopf frei kriegen, auf andere Gedanken kommen einen körperlichen Ausgleich schaffen zu der sonst sehr bewegungsarmen Arbeitsform die uns denke ich im akademischen Bereich fast alle umtreibt und auch generell in den modernen Berufen umtreibt.

00:16:46: Das sind die Dinge die mich selber faszinieren und auch begeistern.

00:16:50: überhaupt die Natur nähe und natürlich auch das ist so vielleicht nochmal ganz persönlich eine Note.

00:16:56: Wann sonst?

00:16:57: hat man im Leben mal die Gelegenheit, wirklich wie im Ziel sprinten.

00:17:02: Ohne auf irgendetwas Rücksicht nehmen zu müssen einfach zu sagen okay der beste respektive ist der schnellste oder der der den stärksten will gewinnt jetzt eben auch also dieses Stück weit.

00:17:11: auch Bedingungsoße in dem Moment einfach alles reinhauen und schauen was passiert das ist eine Sache die mir persönlich einfach Freude macht Und dass hat man natürlich gerade so im Trier sondern im Ausdauerlaufbereich schon.

00:17:22: Dass dann Zielsprints oftmals auch entscheidend sind.

00:17:26: Ja, total schöne Perspektive.

00:17:28: und für das wo wir besprechen wollen auch... steckt da ganz viel drin, weil zum einen ist es so.

00:17:32: Das hattest du für ihn so schön gesagt seit Hunderttausenden von Jahren ist er etwas unser Körper der sich marginal verändert hat.

00:17:40: sicherlich Ernährung und so in den später hatten großen Einfluss darauf.

00:17:43: aber also in seiner Zusammensetzung ist er immer schon oder ist ja sehr lange schon so wie er ist und da zu beobachten welche Grenzen er hat wie diese Grenzen auch allein nur durch den Körper selbst überschritten werden können.

00:17:54: Ist natürlich eine faszinierende Auseinandersetzung das ist angesprochen die gesellschaftliche Perspektive Und du hast ja eben auch viel mit Leistungssportlerinnen beschäftigt und mit deren körperlichen Grenzerfahrungen, aber eben auch mit dem was der Körper leistet.

00:18:08: Was ich jetzt so faszinieren finde – und da kommen wir zum Thema Wearables ist das Thema Monitoring des eigenen Körpers und das Thema Begutachtung des eigenen Korpers und körperliche Leistungen.

00:18:22: weggeführt wird von einer reinen Leistungssportlerbetrachtung auf der einen Seite und auf der anderen Seite wir alle ein anderes Verhältnis zu unserem Körper bekommen.

00:18:30: Nicht nur Leistungsporter, die vielleicht Monitoring und Beobachtungen schon sehr lange kennen sondern dass wir alle diese Gelegenheit bekommen wo wir früher vor fünfzig Jahren noch das aus dem Bio-Buch kriegen mussten und dann wussten mir wie der Körper ist und dann gab es vielleicht noch einen Sportlehrer oder einem Sportverein jemanden der sich auskannte und dafür verantwortlich sind würde ich sagen, kann man sagen Wearables.

00:18:53: Vielleicht mal die Basis?

00:18:55: Worüber sprechen wir eigentlich?

00:18:56: Was genau sind Wearables und wie verbreitet ist das Ganze?

00:19:02: Also ganz allgemein gesprochen sind Wearable am Körper getragene kleine mikroelektonische Computersysteme aus einer gewissen Sensorik, einer Recheneinheit natürlich auch einer Batterie und nach einer gewisse Schnittstellenfunktion ob nun Aktuatoren, Bildschirmen Lautsprecher, irgendwas in der Form bestehen.

00:19:23: Das heißt also alleine eine normale Armbanduhr, also mit normalen meinen ich handelsüblich auch oft mal Smartwatch genannt erfüllt natürlich all diese Kriterien schon.

00:19:33: sie misst gewisse Dinge neben der Zeit ja meist auch gewisse Körperparameter, Vitalparameters wie zum Beispiel Herzfrequenz oder ähnliches.

00:19:41: er zeigt dann diese Werte auch an gibt vielleicht auch dann gewisse Alarm in Gewissen Frequenz, Herzfrequenz-Bereichen vielleicht auch in der ausgefeilteren Variante dann schon Warnung bei dem Verdacht auf Vorflimmern.

00:19:54: Also das sind die sehr ausgereiften Geräte aber eben auch ganz andere Systeme, die vielleicht auch unscheinbarer daherkommen wie beispielsweise solche Ringe also wie Schmuckringe werden die getragen?

00:20:06: Die aber auch als keine Mikro-Rechner auch Herzfrequent zum Beispiel aufzeichnen oder auch Körpertemperatur Schwankungen also natürlich dann oberflächliche Temperaturschwankungen die nur bedingt mit der Körperkerntemperatur vielleicht korrollieren, aber über gewisse Algorithmen und Gewisse Lerneffekte dann vielleicht auch ein Abbild der Körpertemperatur durchaus wiedergeben können.

00:20:25: Damit zum Beispiel auch sehr interessant dass man auf die Weise hundertprozentig nicht invasiv z.B.

00:20:30: auch den weiblichen Zyklus monitoren kann.

00:20:32: das klappt eben schon ganz gut.

00:20:34: also da hat man eine ganze Bandbreite, aber tatsächlich je nach Definition zählen auch ganz profane Kopfhörer.

00:20:41: Also solche In-Ear-Kopfhörern dazu die zum Beispiel auch ein Noisecanceling haben können also aktive Rauschunterdrückung und da fängt es ja schon an dass man gar nicht so genau in der Lage ist oder so Trennschaft in der Lage ist die genauen Zahlen anzugeben.

00:20:55: wenn wir eben all diese Kopfhörer den sehr großen Marktanteil haben mit dazuzählt dann sind wir eben im Bereich von von mehreren Millionen pro Jahr, die umgeschlagen werden.

00:21:07: Eher im Bereich so fünfhundert Millionen tatsächlich also Stückzahl das ist Wahnsinn wenn man überlegt.

00:21:13: aber klar man kann überlegen alleine was man selber vielleicht so tagtäglich nutzt und dann wie oft man es vielleicht auch in aller paar Jahre austauschen muss und er merkt man eben schon dass natürlich mit Blick auf die großen Märkte in Europa Nordamerika ist dann nochmal größer und ganz groß auch Asien, da natürlich ein enormes Marktpotenzial herrscht.

00:21:30: Deswegen kommt das nicht von ungefähr, dass seit mittlerweile elf Jahren oder seit Jahrzehnten in Folge die Variables als der wichtigste Fitnesstrend weltweit identifiziert wurden also anhand harte Metriken wie Markkennzahlen, Umsätze und Marktbedeutung, also auch Geldwärter, Vorteil quasi dann etc.. Deswegen, also es macht auf jeden Fall viel Sinn über wäre bis zu sprechen.

00:21:55: Wobei man wie gesagt hier immer vielleicht auch mal vor Augen halten muss welche Definition meint man eigentlich gerade?

00:22:00: Man kann sich eigentlich allgemein nur soweit sage ich mal auf etwas einigen in der Definition die ich anfangs genannt habe dass wir eben am Körper getragen werden wenn man sich einfach vor Augen führt.

00:22:10: okay es geht darum das Dinge rund um die Uhr

00:22:13: am

00:22:14: Körper Getragen Werden Die Informationen liefern die hoffen sich in irgendeiner Form sinnvoll genutzt werden können.

00:22:20: Ja, ich glaube der Klassiker den man wahrscheinlich direkt vor Augen hat ist so das Armband oder diese Smartwatch.

00:22:26: Oder ähm ähnliches.

00:22:28: dass da kann man sich sicherlich vorstellen es gibt dann ja auch Unterschiede denn dass dieses Messen so ein By-Product ist von der, der Funktion beispielsweise Uhr oder Nachrichten zu beantworten und dann gibt es ja mittlerweile auch ganz viele Produkte.

00:22:41: Du sagst das hier gerade was das für einen Wachstumsmarkt auch ist die sich wirklich explizit darauf fokussieren diese Körperdaten zum messen.

00:22:48: ich würde gerne mit dir mal so ein bisschen trennen und aufteilen und zwar das erste was ich tatsächlich gerne wissen würde weil ich dazu sehr viel gefunden habe in den Dingen die du und dein Fachbereich publiziert die da publiziert wurden.

00:23:01: Vielleicht mal ein kleiner Einblick, bevor wir so in den Alltag von Wearables springen.

00:23:07: Womit oder wie habt ihr Wearables in eurer Forschung eingesetzt?

00:23:11: Ich habe gesehen es gab zum Beispiel einen Experiment und es gab eine Forschungsreihe mit Falschirmspringern.

00:23:15: also ihr scheint ja sehr divers einzusetzen.

00:23:18: Wie wie arbeitet ihr mit Wearables?

00:23:20: sozusagen aus einer Forschungsperspektive?

00:23:22: Ja tatsächlich sehr breit quer die Sportarten durch.

00:23:29: Also du hast angesprochen, wir haben sie im Speed Sky Diving eingesetzt.

00:23:33: das ist ein Projekt das wirklich ganz außergewöhnlich ist aus verschiedener Sicht heraus.

00:23:39: zum einen weil wir tatsächlich nach allem was wir bisher auch wissen als Feedback gekriegt haben für die Studie die ersten sind die das gemacht haben.

00:23:47: Speed Sky Diving ist ein ganz verrückter Sport.

00:23:50: Also Skiediving kennt man vielleicht noch, das ist wie Fallschirm springen mit etwas Akrobatik.

00:23:55: also da wird dann meist auch gemeinsam werden zu Figuren Formation geflogen etc.

00:24:01: Da geht es darum vor allem bevor der Fallschurm geöffnet wird ich sage mal gewisse Manöver in der Luft auszuführen während des freien Falles.

00:24:09: Speed Sky diving setzt dem Ganzen noch so etwas die Spitze auf, in dem tatsächlich dort das Ziel ist im freien Fall eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

00:24:22: Das heißt da wird also nicht etwa in einer ergonomisch angenehmen Form vielleicht so Arme von sich gestreckt und Beine von sich geschreckt wie Schwäben geflogen sind wirklich Kopfübersturzflug um möglichst in den Bereich möglichst über sixhundert km h zu kommen.

00:24:40: Also es sind ganz extreme Geschwindigkeiten, wo auch durchaus so Reibungswärme die dann entsteht auch ein Thema werden.

00:24:46: und was wir eben damals aufgrund der Anfrage des Verbands gemessen haben das war für uns sehr interessant weil es wirklich für uns auch Neuland waren ist Welche Kräfte eigentlich wirken?

00:24:59: Wir haben eben anektotisch berichtet bekommen, dass der Pilot also in dem Falle der Falschumsspringer natürlich Argeprobleme hat.

00:25:06: Die Körperhaltung einmal wenn er die eingenommen hat noch bei diesen hohen Geschwindigkeiten von knapp sixhundert kmH in der Luft zu korrigieren.

00:25:12: ein zwei Grad Winkelstellungsänderungen machen da schon viel aus für die Endgeschwindigkeit sind aber natürlich auch mit extremen Kräften verbunden.

00:25:19: man kann sich vorstellen bei fünfzig kmH beim Auto mal die Hand aus dem Fenster hält, was da schon für Kräfte wirken.

00:25:26: Auf der Autobahn vielleicht bei hundert und dreißig kmh das Ganze geht hoch nicht sinnlos in diesem Fall sogar mit der dritten Potenz der Leistung.

00:25:34: also das sind ganze Nomekräfte die wirken.

00:25:37: Und wir waren eben in der Lage und wir sind in der Lage Wäre bis in dem Falle Kleintenerzie-Eisensoren am Körper verteilt, diese Beschleunigungen als Surrogate für die Kräfte zu messen und damit beispielsweise zu unterstützen eben die optimale Flughaltung für eine gewisse Körperform.

00:25:55: Eine gewisse Körpermasse etc.

00:25:56: zu finden.

00:25:57: aber jetzt kommt es auch wieder sagen wir Sportmedizinisch durchaus in den interessanten Bereich dann zu messen, wo wirken denn jetzt eigentlich auf den Körper die stärksten Kräfte?

00:26:07: Mit wo meine ich vor allem in welcher Phase.

00:26:09: Wir sind davon ausgegangen, naja Landung ist natürlich auch ein Bereich der bei falschen Umspringen generell leider verletzungsprivalent ist aber tatsächlich haben hier festgestellt dass eben in dieser für die Speed Sky Diver typischen und auch charakteristischen Phase des Übergangs vom Kopf überfreien Fall Bremsphase, wo dann also die typische Skydiver Haltung eingenommen wird.

00:26:31: Also alle vier von mir gestreckt und das mal wahrgerecht im Himmel quasi gleitend oder halt schwebend, dass dort genauso große Kräfte wirken wie zum Beispiel beim Öffnen des Fallschirms dann.

00:26:44: Falls ich das noch als kurzer Hinweis erwachen würde auf Fallschirm nicht gleich geöffnet weil dieser Fallstoß, also diese enorme Trägheizkraft die wirken würde.

00:26:53: Wenn man direkt aus dieser hohen Geschwindigkeit von knapp sixhundert Kmh den Falsch am öffnen würde, würde man das genau einmal machen und dann eben im Zweifel nicht mehr lebend auf dem Herdboden ankommen.

00:27:02: Das sind für uns natürlich total spannende auch für uns Wissenschaftler sehr dankbare Themen weil meiner einerseits ist es natürlich medienwirksam wenn Ich sag mal dann auch in den Wehrveranstaltungen, doch generell bei Vorträgen solche Videos zeigen kann wie dann eben auch meine Studentinnen und Doktorandinnen da mitspringen.

00:27:19: Und dass sie immer auch mal erleben.

00:27:21: Andererseits natürlich für uns eine wunderbare Möglichkeit wirklich neulandwissenschaftlich zu betreten.

00:27:27: Auch mit immer der Kombination der Fragen eben Leistungsoptimierung aber auch das Unterhaltung genau.

00:27:32: Das war jetzt Speed Sky Diving Aber du hattest ja auch nach dem Schweck drum gefragt also vielleicht paar Schlagworte noch zu bringen.

00:27:38: Ja, gerne.

00:27:38: Wir machen genauso auch natürlich den klassischen Leistungssport also Ausdauerlauf Triathlon beispielsweise, auch Pferdesport.

00:27:45: da geht es zum Beispiel darum dann möglichst auch die Belastung der in dem Falle vier Extremitäten beim Pferd immer so ausgewogen zu verteilen dass eben möglichst das Tierwohl trotz im Training trotz auch zum Teil hoher Temperaturen jetzt derzeit ja vor allem gewahrt bleibt und wir also da eine sehr nachhaltige Form auch der Sportaushebung haben können.

00:28:04: Ja,

00:28:05: und das sind dann aber in dem Fall natürlich würde ich jetzt mal vermuten nochmal wieder besondere Variables.

00:28:09: Also das hat wahrscheinlich mit den Dingen die wir im Alltag erleben können, die in unserem Umfeld alle benutzen erstmal wahrscheinlich nicht so wahnsinnig viel zu tun oder doch?

00:28:19: Richtig!

00:28:19: Das sind spezielle für den Leistungssport oder für die Sportwissenschaft allgemein hergestellte Variables die tatsächlich, man mag es vielleicht gar nicht glauben einen sehr guten Partner in der Filmindustrie haben.

00:28:32: Das nämlich oftmals sehr ähnliche oder sogar die gleichen wäre bis sie auch eingesetzt werden um Filme wie Avatar zum Beispiel zu erstellen das man also von menschlichen Darstellern die Mimik und die G-Stick aufnimmt und die dann in solche computergenerierten Avatare bringt.

00:28:49: Das heißt dass ist tatsächlich für uns Sportwissenschaftler am Ende eigentlich der Ausgangspunkt gewesen, weil wir dort relativ kostengünstig an diese hochsensitiven Geräte herangekommen sind.

00:29:02: Mittlerweile sind hier aber auch für den Leistungssport weiterentwickelt worden und das wird jetzt eben auch Messbereiche haben natürlich beim normalen Hollywood-Film nicht erreicht werden gerade was die... Beschleunigungen anbetrifft.

00:29:12: Wir reden hier von Messbereichen bis zum hundertfachen der Erdbeschleunigung, das ist schon gar nicht mehr vorstellbar eigentlich im normalen Eitag scheinbar.

00:29:19: aber

00:29:20: z.B.,

00:29:20: wenn wir sprinten, Hundert Meter Sprint haben unsere Schienbeine in der Spitze durchaus Bescheunung die bis zu dreißigvierzig G, also dem dreißzig vierzigfachende Erdbischleunigen fallen können auch wenn man es eben so gar nicht merken.

00:29:34: Also da sind ja spezielle Wäre es, die auch für spezielle Zwecke entwickelt wurden.

00:29:41: Aber jetzt stießt sich ein Stück weit der technische Kreis.

00:29:44: Die Grundsensorik nehme ich die Inertieissensoren.

00:29:48: Das heißt also kapazitive Messungen und Gyroskope, die ja auch die Drehrate messen und da einen weiteren Effekt ausnutzen.

00:29:58: Das sind eben Dinge, die genauso auch in jedem Smartphone wie das Smartwatch verbaut sind.

00:30:02: Um zum Beispiel beim Smartphone herauszufinden, wie gerade das Telefon gehalten wird, ob man jetzt im Querformat oder Hochformat z.B.

00:30:09: die Bilder anschaut und so weiter.

00:30:10: Also da ist schon die gleiche Technik nur ein anderen, sag ich mal Messbereichen.

00:30:17: Die Effekte sind die gleichen nur vielleicht etwas anders ausgenutzt am Ende.

00:30:22: Also in meinem Umfeld beispielsweise habe ich das Gefühl, ich weiß nicht kann ich genau so fest machen wann es war aber alle springen aufs Rad.

00:30:29: Alle laufen halb Marathon, alle laufen Marathon und alle Tracking auch und alle möglichen Apps begleiten das Ganze.

00:30:36: Was genau messen diese Wearables?

00:30:39: Du hast jetzt gerade schon gesagt ist ähnlich wie bei euch in der Forschung.

00:30:43: was genau wird da eigentlich gemessen?

00:30:47: typischen Fitness und Trainingsunterstützenden, ich sag mal Breitensport unterstützende Anwendung die messen vor allem erstmal die Herzfrequenz.

00:30:57: Genau genommen gar nicht die Herz-Frequenz oftmals die Pulsfrequence.

00:31:00: kann ich vielleicht dann nochmal später darauf eingehen wo auch da die Tücken vielleicht liegen.

00:31:05: Aber das ist ein wichtiger Markum um die systemische Anstrengung zu ermitteln also auch einen sehr klassischer und auch sehr potenter Marker um zum Beispiel Trainingsbereiche zu definieren dass man sagt ... mit einem gewissen Trainingsziel, dass man zum Beispiel im Grundlage vor allem an dem Tag trainieren will.

00:31:21: An dem anderen Tag vielleicht vor allem eben VU II Max also die maximale Sauerstoffaufnahme trainieren wird.

00:31:26: Also das heißt Spritzigkeit trainieren und auch vielleicht Übergeschwindigkeits-Training ganz bewusst vornehmlich um schneller zu werden.

00:31:34: Das sind so die ganz klassischen, sag ich mal Messgrößen, also Herzfrequenz, Pulsfrequenzen, die natürlich jede gute Smartwatch, die im Sport eingesetzt wird können sollte mit weniger guter Genauigkeit.

00:31:50: Dann aber auch natürlich Dinge, die heutzutage selbstverständlich sind.

00:31:55: Aber es ich selber, ich fühle mich noch gar nicht so alt... ...aber ich muss geschehen als ich angefangen habe mit dem Sport da hatten wir noch keine GPS-Uhr,... ...das heißt da hat man dann wirklich tatsächlich früher im Wald, da war ich vielleicht so ja... ...fünfzehn, sechzehnt, siebzehn Jahre alt.

00:32:08: Da haben uns dann im Wald halt irgendwie an Banken gemerkt und mit dem Rad einmal abgefahren wo dann der Kilometer vorbei war dass wir also ungefähr auch pro Kilometer die Zeiten uns nehmen konnten damit wir ein Gefühl hatten wie schnell wir eigentlich gerade laufen.

00:32:20: Mit der Weile sollte man darüber lachen, wenn man jetzt irgendwelche Geländemarken setzt.

00:32:24: Weil natürlich mit jeder guten GPS oder allgemein GNSS also mit Satelliten gestützte Navigation ausgestatteten Uhr kann man natürlich überall, egal wo man ist auch in total fremdem Terrain sofort die aktuelle Laufgeschwindigkeit und Radgeschwindigkeits- oder Schwunggeschwindigkeiten im Freibasser in gewissen Fehlergrenzen messen.

00:32:44: Das ist ein weiterer Marker, also wie schnell bin ich und wo bin ich?

00:32:47: natürlich auch das eine interessante Frage wenn nicht zurück wird zum Ausgangspunkt hat mich gerade verlaufen.

00:32:51: Ist das wunderbar?

00:32:51: Wenn man da eine Uhr am Armgelenk hat hier einen dann sogar vielleicht auf richtigen Wegen zurück navigiert.

00:32:57: Auch das habe ich schon selber genutzt tatsächlich.

00:32:59: Hat für mir mehrfach so ein Stück weit zumindest in den Arben gerettet aber geht darüber hinaus.

00:33:05: Also mit der Weile ist ja auch einen Trend und auch, ich sag mal in gewisser Weise ein Hype.

00:33:12: Also eine gewisse vielleicht auch manchmal übertriebene Euphorie dass man die Herzfrequenz Variabilität nicht nur misst nicht nur interpretiert, sondern vor allem auch ein Stück weit so zum ich sage mal Steuermedium zur Steuergröße des Trainings macht.

00:33:28: Obwohl wir wissen, obwohl die Wissenschaft weiß und das zum Teil schon seit vielen Jahren tatsächlich nicht erst seit kurzem dass eben die Herzfrequenz Variabilität sehr wohl viele Stöhreinflüsse kennt, die nicht nur auf eben Trainingzustand in Erholungsgrad zurückzuführen sind also auch das einen Trend den zurückhalten bis kritisch bewerten würde.

00:33:48: Aber auch das ist eine Sache, die natürlich momentan wie gesagt gehypt ist.

00:33:51: und gerade was wir jetzt auch erleben in unserem praktischen Alltag dass eben viele kommen und neben ihren ventilatorischen Schwellen Laktatschwellen, was jetzt auch wieder etwas aufgekommen ist, eben auch die Herzfrequenzfachibität als Trainingssteuergröße nehmen.

00:34:09: Und bei den drei Letzt genannten also die Ventilatorischen Schwellen, die Laktatschwellen auch sogar noch ergänzend die maximale Sauerstoffaufnahme und eben auch die Herzfrequenzvariabilität, die die Uhren ausspucken muss man leider insgesamt komplett und auch tatsächlich ohne Ausnahme sagen.

00:34:28: Das sind im besten Falle Richtwerte das in keinesfalls gemessene Größen, dass in geschätzte Größen die nur indirekt aufgrund von Gewissen einfach zu messen in anderen Parametern wie zum Beispiel auch Trainingshäufigkeit und Alter usw.

00:34:40: ermittelt wurden angezeigt werden.

00:34:42: Das ist keine Messgröße Geschätzte Größen, die sich zwar gut verkaufen lassen.

00:34:46: Die sich auch irgendwie gut anfühlen wenn man sieht als Sportser.

00:34:49: nach drei vier Wochen ist meine VHL-Zwei Max gestiegen aber das hat kein messtechnisches Equivalent.

00:34:54: Das ist eine einfache Schätzung basierend auf einer gewissen Grundgehorte an Menschen die diesem Uralgorithmus zugrunde liegen.

00:35:02: Das ist kein Maß dafür wie es sich wirklich mein Körper der diese Urnutz verändert hat.

00:35:06: Interessant.

00:35:07: Kannst du dir viel Begriff vielleicht ganz kurz erklären?

00:35:09: Also V-II Max habe ich jetzt auch schon ein paar mal gehört von den absoluten Experten in meinem Umfeld, aber was genau sind diese vier Dinge die du gerade beschrieben hast?

00:35:17: Fangen

00:35:17: wir vielleicht mit der Sauerstoffaufnahme der Maximalen an also V-O-Zwei also Volumen an O-Zweimax.

00:35:24: Genau genommen ist noch über dem Vso ein Punkt, den man eigentlich nie mitspricht, nämlich v.o.z.

00:35:28: Max, das heißt die maximale Rate,

00:35:31: d.h.,

00:35:32: Volumen pro Zeit z.B.

00:35:33: Milliliter pro Minute oder Liter pro Minute, die unser Körper Sauerstoff aufnehmen kann.

00:35:39: und das ist ein sehr wichtiger Marker im Ausdaubereich weil da nämlich ganz viel drinsteckt.

00:35:44: wir würden in diesem klassischen, ich sag mal systemischem Modell davon sprechen dass viele Zahnräder ineinandergreifen, nämlich zum einen muss diese Sauerstoffmenge mit der Atemluft erstmal aufgenommen werden.

00:35:56: Also er steckt schon mal drin, wie effizient meine Atmung ist also Tidalvolumen, also wie tief kann ich atmen?

00:36:02: Welcher Atemfrequenz kann ich erreichen über eine gewisse Dauer auch Aufrechterheiten vor allem Dann natürlich die nächste Frage, die nächste Stufe quasi in der Weitergabe des Saustoffmoleküles im Körper Wie effiziente ist die Übertragung als der Übergang der saustoff Moleküle aus meinem Mund in das Blut?

00:36:19: Das ist eine weitere Größe die eben auch die Ausdauerleistungsfähigkeit unter anderem mit bestimmt.

00:36:25: Dann die nächste Frage, jetzt ist der Sauerstoff in den Blutbahnen angekommen durch Alveoen.

00:36:32: aber wie viel Sauerstoffs kann mein Blut eigentlich transportieren für eine gewisse Dau mit einer natürlich auch gewissen Belastung und da spielt wieder viel rein.

00:36:42: Da spielt zum Beispiel rein Wie schnell schlägt das Herz?

00:36:44: Also wie viele Schläge pro Minute kann es ausführen?

00:36:48: Dann, welches Schlagvolumen liegt vor?

00:36:50: Also wieviel Volumen an Blut wird pro Herzschlag wirklich gepumpt.

00:36:55: Auch das ist eine Größe die zum einen trainiert werden kann und zum anderen natürlich auch reguliert wird von unserem in dem Fall auch autonomen Nervensystem tatsächlich also vor allem der sympathischen Aktivierung unter Anstrengung.

00:37:08: dann aber geht es weiter und da kommen wir jetzt genau in den Bereich, den du angesprochen hast.

00:37:12: Jetzt ist das Blut an dem Muskel angekommen, jetzt ist die Frage von dem Sauerstoff, den das Blut der Muskel liefert kann in der Muske wirklich verarbeiten.

00:37:21: Da kommt dann – das kennen wir allen aus der Schule – den Begriff und dass es auch wirklich war, das Kraftwerk der Zelle, das Meteorontrium ins Spiel als wie viele Meteorondrien sind da?

00:37:31: Fanden wieviel Sauerstoffs können die verarbeiten um dann über Zellatmung und den Zitratzyklus, also den Muskeltreibstoff ATP an den musseligen Triefausfahrt wieder zu resynthesieren?

00:37:43: Das sind alles viele Zahnräder in einem großen Getriebe und zusammengenommen geben die uns ein sehr gutes Bild dafür, wie leistungsfähig ein Mensch ist.

00:37:53: Deswegen ist diese maximale Sauerstoffaufnahme tatsächlich sowohl für den Leistungssport als auch für den ganz normalen Bürger und die ganz normale Bürgerin ein wichtiger Indikator weil wir wissen Das allein schon die Mortalität und überhaupt auch die Lebenserwartung, aber auch die Mortalitäten zum Beispiel nach Operationen.

00:38:11: Ganz entschieden davon abhängt wie groß diese V-II Max ist.

00:38:15: Ist die V-I Max zu gering?

00:38:17: Wir reden hier, sag ich mal normal durchschnittsbürgerinnen Bürgerbereich von zwanzig fünfundzwanzig Milliliter Sauerstoff pro Minute und Kilogramm Körpergewicht.

00:38:30: bei gut trainierten Sports haben wir mehr als das.

00:38:32: Also weit mehr ist das WDR so, sechzig bis siebzig Milliliter pro Kilogramm und Minute.

00:38:39: Und kritisch wird es dann in dem Bereich wo vielleicht nur zehn-fünfzehn Millilitter Sauerstoff pro Minute ein Kilogrammen aufgenommen werden können weil das da auch wirklich ein Bereich ist der eben auch schon pathologisch ist.

00:38:48: Das heißt also diese VL-II Max ist eine extrem mächtige Größe, um einerseits die Leistungsfähigkeit im sportwissenschaftlichen Kontext als auch die Gesundheit im normal physiologischen Kontext zu bewerten eines Menschen.

00:39:02: Darum ist natürlich extrem spannend diesen Wert zu kennen!

00:39:06: Schwierigkeit, um diesen Wert zu bestimmen muss man zu uns oder auch zu jedem anderen gut ausgestatteten Labor gehen.

00:39:12: Das kann man nämlich nur spiholalgometrisch machen mit Atemmasken mit einer relativ komplizierten Analyse von Atemgasen.

00:39:18: Darum ist natürlich extrem attraktiv das eine Abkürzung wählen zu können, vermeint sich dass man einfach ein Uhr paar Tage trägt und die einem anzeigt okay deine V-Wall Max ist das und das.

00:39:28: aber wie gesagt es ist ein Schätzwert den die Uhr ... ableitet aus Bewegungsverhalten über einen gewissen Zeitraum.

00:39:35: Aus Alter, aus Geschlecht auch aus... ...gewissen noch weiteren Verhaltensmerkmalen und Schlafdauer usw.

00:39:43: Das sind Algorithmen

00:39:44: mit

00:39:44: Gewichten natürlich auch genau die für eine gewisse Kohorte ermittelt wurden.

00:39:51: aber wie gesagt der individuelle Mensch kann da Um fünfzig zum Teil um hundert Prozent daneben liegen.

00:39:56: Es gibt da eben keine Messung, das ist eine Abschätzung.

00:39:59: Ich will mir jetzt etwas überspitzt das formulieren ich schicke irgendeinem Wahrsager meiner Adresse und falle ich noch meinen Alter und mein Geschlecht?

00:40:08: Und dann sagt man dann wie lange ich leben werde.

00:40:10: also natürlich mit dem Alter steckt schon die gewisse Wahrheit drin mit dem geschlecht auch wir wissen als Lebenserwartungen ist auch für Männer eher geringer als für Frauen aber wie gesagt der größte Teil davon ist leider wirklich nicht wissenschaftlich einfach eine Pauschalisierung, die für das Individuum nicht stimmen muss und oftmals eben auch nicht stimmt.

00:40:29: Genau jetzt zu den anderen Größen.

00:40:30: noch ganz kurz.

00:40:32: Die ventilatorischen Schwellen, die sagt Tatschschwellen sind am Ende eigentlich auch wenn es viele gar nicht so gerne hören, synonyme Größen.

00:40:39: Das sind also genau genommen jeweils zwei Übergangsbereiche.

00:40:43: Wenn man sich das vorstellt auf einer Achse der Anstrengung wir fangen bei null an komplett entspannt Das rechte Ende der Achse wäre quasi die maximale Anstrengung.

00:40:53: Und auf diese Achse liegen dann eben zwei Punkte, das ist die erste ventilatorische Schwelle und die erste Laktatschwelle, die liegen de facto auf dem gleichen Anschringsbereich.

00:41:03: Und dann etwas weiter rechts davon Richtung höhere Anstrehungen, die zweite ventilatorischen Schweller und die zweite Laktatschwelle.

00:41:10: Das sind zwei Bereiche, darum ist der Begriff Schwelle gar nicht so geschickt, da sind eigentlich Bereiche am Ab in denen der Körper anfängt metabolisch, also im Stoffwechselprozess was umzuschalten.

00:41:24: Die erste ventilatorische Schwelle ist der Übergang von Aerobt zu Teil anerobt.

00:41:29: das heißt also da reicht die Menge ans Sauerstoff nicht mehr aus, die da Muskel bekommt und komplett ohne Laktatbildung quasi eine gewisse Sauerstoff-Schuld einzugehen, Energie bereitzustellen.

00:41:44: Also ATP zu resynthesieren.

00:41:46: und die zweite Ventatorische Welle ist diese Welle ab der so viel Laktat gebildet wird als so wenig Sauerstoffs im Vergleich zum Bedarf verfügbar ist dass ab diesem Punkt der Körper diese Laktartproduktion nicht mehr kompensieren kann wie also eine systemische Übersäuerung erleben.

00:42:03: wir sprechen dann von einer systemischen metabolischen Acidosis.

00:42:06: das ist ein Wenn nicht kompensiert, ein demysbetrolliger Zustand.

00:42:10: Deswegen fängt unser Körper natürlich dann spätestens dann an durch das zentrale Nervensystem die das Atemzentrum reguliert stark abzuatmen.

00:42:18: Wir gehen sogar in die Hyperventilation weil dieses überschüssige CO² als Maß eben für diese systemische Acidose abgeatmet werden muss.

00:42:25: Das sind zwei wichtige Marker dieser beiden Schwellen, also erste Ventilatorische und erste Laktate und zweite Ventilaturische und Zweite Laktat um Trainingszone zu bestimmen.

00:42:36: Das heißt wenn ich mir nach einem gut durchdachten Trainingsplan das Ziel setze im Ausdaubereich vielleicht mich zu verbessern oder im Hochgeschwindigkeitsbereich nicht zu verbesseren orientiere ich mich daran wo liegen bei mir diese Schwelle?

00:42:50: Und wo muss sich dann meine Belastung?

00:42:52: zum Beispiel eine Laufgeschwindigkeit oder auf dem Rad?

00:42:54: vielleicht meine eben Geschwindigkeit auf dem Rad oder auch die Leistung, wie ich drehe den Watt wegen damit ich genau diese Punkte treffe.

00:43:01: Das heißt also diese Bestimmung dieser Schwellen ist sehr sinnvoll und das ist auch die Grundsage eigentlich einer ernsthaft und sinnvoll durchgeführten Trainingssteuerung.

00:43:12: aber wir sind eben mindestens an Laborwerte gebunden.

00:43:17: Laktat ist da nochmal eine Schwierigkeit für sich das im Feld zu machen.

00:43:22: Goldstandard wäre eben mit Atemmaske im Labor, was die wenigsten können aufgrund von fehlender Infrastruktur oder auch fehlenden Geld einfach schlicht hin.

00:43:31: Und deswegen nimmt man da gerne solche Uhren dir ein und da solche Werte suggerieren, die aber wie gesagt wirklich bestenfalls Schätzwerte sind und nicht mit dem wirklichen Messwert in irgendeiner Weise korrelieren müssen.

00:43:43: Und die Herzfrequenz hat es angesprochen, also quasi eigentlich das Messen davon und da ist ja auch der Unterschied dann wieder.

00:43:49: Wir reden eigentlich vom Puls, das Ganze ist am Handgelenk weil das Interessante ist... sehr genau, wenn du das so anschaulich beschreibst was ein komplexer Prozester hintersteckt wo man ja auch wahrscheinlich an verschiedensten Körperfunktionen abmessen müsste.

00:44:06: Den Eingriff in diesen Körperfunctionen sozusagen irgendwie abgreifen müsste da es erschließt sich ja total warum das nicht funktioniert.

00:44:12: jetzt finde ich aber interessant.

00:44:14: Herzfrequenz würde ich jetzt denken naja gut also wenn ich den Puls messe als totaler Laie das ist doch das muss doch aussagekräftig sein.

00:44:22: Ja, richtig.

00:44:23: Also ja zum einen ist das aussagekräftig weil wenn ich ein Puls richtig messe habe ich ein gutes master für wie angestrengend gerade mein kardiales eigentlich auch das cardiopulmonale System ist also das Herz-Lungsystem ist Weil wir gesagt unser Körper ist schlau genug dass wenn die Anstrengungen steigt dann sympathisch die Herzfrequenz hoch reguliert wird.

00:44:46: Jetzt ist es aber so richtige Messung der Herzfrequenz elektronisch erfolgen.

00:44:53: muss.

00:44:53: Zumindest, wenn man es sehr genau haben will, also Elektro-Kadiogramm EKG wäre da der Goldstandard.

00:44:59: Das ist natürlich nachweislich nicht dafür geeignet, dass ich draußen im Wald rumlaufe und nicht so ein ganzes EKG mit mir rumschleppe.

00:45:05: das ist nicht nur unangenehm auch einfach nicht praktikabel weil's auch einfach schwer wird als auch die Messung schon an sich verfälschen.

00:45:11: dann haben wir Bewegungsartifakte usw.

00:45:13: Also sprich es gibt tausend gute Gründe warum man die Herzfrequenz im normalen Trainingsalltag nicht mit dem EKG messen will.

00:45:21: Dann gab es vor schon mehreren Jahrzehnten die Entwicklung, dass wir auch solche Pulsgurte gehen.

00:45:26: Das sind also Gurte kennt man denke ich hatte ja schon mal gesehen vielleicht auch getragen, die so am Brustbereich getragen werden.

00:45:32: Die sind de facto ein Einkanal EKG, die messen also an zwei Brust-Ableitungsstellen einfach das elektrische Potenzial.

00:45:39: Die Differenz des Potenzials ist die Spannung, die uns dann ganz gut wieder gibt wirklich die Herzfrequenz.

00:45:46: Dann hat man festgestellt, naja so richtig schön ist was mit so einem Postcode eigentlich auch nicht.

00:45:49: Der kann reiben.

00:45:51: mich selber zum Beispiel stört das total weil ich mich da zumindest subjektiv im Atem in der Atemfreiheit eingeengt fühle bei vielen Frauen.

00:45:58: es ist denkbar ungeeignet weil genau dort wo der Postcode sitzen müsste sitzt jetzt auch der Sport BH.

00:46:02: Das heißt da gibt's per se immer schon eine Reibung im wahrsten Sinne aber eben auch einfach Diskomfort.

00:46:08: Das heißt also man is dann relativ bald als die Smartwatches aufkam auch dazu übergangen Moment.

00:46:14: wir können doch eigentlich das heißt also die Frequenz mit der beispielsweise der systolische Blutdruck, also die Welle des Herzschlages durch die Arterie geht am Handgelenk oder am Unterarm.

00:46:29: Ja es ist ja egal ob ich jetzt direkt am Brustbereich messe oder am Arm.

00:46:34: Die Frequenzen das heißt wie häufig eben das Herz schlägt ist natürlich an beiden Körperstellen die gleiche.

00:46:39: So weit stimmt das auch.

00:46:41: Jetzt konnte man zumindest lange Zeit an der Hand nicht gut elektro-kardiografisch messen, d.h.

00:46:48: hat ein anderes System eine andere Methode sich zu einer Eigen gemacht.

00:46:51: Man misst da ja schwieriges Wort Fotopletismographik, ds heißt man misst die Lichtabsorption in gewissen Wellenlängen Bereichen, die man von der Armbanduhr auf den Insider rein schickt und da wird eben Teil absorbiert, ein Teil wird zurückreflektiert.

00:47:07: Und man misst über die Zeit.

00:47:09: können wir ehrlich wie viel Licht kriege ich zurück?

00:47:12: Und es zeigt sich das nach dem Blutbefüllungsgrad der großen Gefäße also der Arterien vor allem aber auch der Wehen natürlich auf einem der Artherien dann eine Modulation als eine periodische Schwankung auftritt, die natürlich genau dass Schwankungen die Herzfrequenz entspricht weil wenn Die systolische Welle kommt, also das Herz hat die große Herzkammer gerade die linke kontrahiert.

00:47:35: Also das Blut wird in den Körperkreis aufgepumpt dann kommt eben diese Druckwelle.

00:47:40: Die Arterie ist gut befüllt und wenn dann die Diastole kommt also die Erschlaffungsphase herzen dann ist der Blutbefüllung gerade in der Arteria geringer.

00:47:47: Das Prinzip ist denkbar einleuchtend einfach und an sich auch gut.

00:47:51: aber jetzt kommt wieder das Große.

00:47:53: Aber Dort, wo man die Armband normalerweise trägt nämlich am Handgelenk sind einerseits dummerweise.

00:47:59: Die erterren schon relativ klein im Durchmesser generell die großen Blutgefäße klein dann haben wir da eine ganze Menge an anderen Struktur wie Sehnen und natürlich auch Knochen Haut.

00:48:12: das heißt also dass Verhältnis von Blut gefäß zu anderem Gewebe das direkt bestrahlt also beleuchtet wird bestreiten.

00:48:18: so gefährlich Also mit harmlosem Licht beleuchten wird ist relativ ungünstig das Signal zur Rauschverhältnis Und mindestens genauso schlimm, wir haben durch die Armbewegung beim Laufen auch diese Bewegungsartifakte.

00:48:30: Das heißt alleine durch den Armschwung.

00:48:32: das leichte Wackeln der Uhr auf dem Handgelenk, wenn ich mich ganz festgezert habe führt dazu da sich eine weitere Modulation des Abstandes von der Uhr zum Handgelenkt bekommen, die von der Ur als Pulsfrequenz fehlender prädigiert werden kann.

00:48:49: Ist es tatsächlich so, dass die Messung am Handgelenk – da haben wir eigentlich eine Studie durchgeführt mit, man muss wirklich sagen, frappierend schlechter Ergebnis leider bei vielen Menschen in keiner Weise adäquate Herzfrequenz entspricht.

00:49:01: Ich habe da immer ein Beispiel auch in meiner Werferanstaltung meinen Studis an die Hand gegeben, das denke ich relativ eindeutend ist Kann man auch nach wie vor machen.

00:49:09: Also einige sehr gute moderne Ohren erkennen das mit dabei, die meisten aber nicht.

00:49:14: Man kann einfach mal die Smartwatch an den Fahrradlenker machen also mit so einer Art Gummirolle darunter dann eben festmachen losfahren über Kopfstempflaster fahren und man kann ja mit der Uhr wunderbar die Herzfrequenz des Fahrrads messen weil ihm das Wacke in der Uhr auf dem Lenker diese scheinbare Puls-Frequenzmodulation imitiert.

00:49:34: Deswegen geht man jetzt mittlerweile einen anderen Weg, man versucht das Beste aus beiden Welten dazu kombinieren.

00:49:40: Wir bleiben bei der optischen Pulsfrequenz-Messung also bei der Fotopletysmografischen mit den Dioden aber gehen weg vom Handgelenk, gehen hin zum Oberarm.

00:49:49: da haben wir deutlich größere Gefäße Wir haben auch einen größeren Halt.

00:49:55: Wir haben geringeren Abstand des Träpunktes im Schultergelenk zu dem Sensor, das heißt weniger Bewegungsartifakte.

00:50:02: Das heißt diese Variante dass wir die Pulsfrequenz zwar am Arm messen nicht mit einem störendem Brustgurt sondern am Arm aber eben nicht am Handgelenk sondern mit dem Extrasensor.

00:50:14: Das sind in meinen Augen die vielversprechendste Methode mittlerweile.

00:50:19: Herzfrequenz in Klammern, eigentlich die Pulsfrequenzen im Training auch unter echten Feldbedingungen valide und reliabel erheben können.

00:50:28: Wahnsinniger Ritt durch die ganzen Mechanismen dahinter – ich finde das so faszinierend weil wie schon vorhin gesagt ist es einleuchten, wie komplex diese Systeme dahinter sind.

00:50:40: Das spricht ja auch ein Zeitgeist an, also die Simplifizierung von sehr komplexen Vorgängen.

00:50:45: Die Simplifikierung auch von der Leistung.

00:50:47: Ich musste daran denken als ich mich so beschäftigt habe mit dem was du sonst noch so produziert hast.

00:50:51: es gab eine glaube nicht wahre sogenannte Cobra Anekdote aus dem britischen Kolonialreich Indians und etwas ähnliches aus dem Kolonialeich Hanoys in Vietnam total abstrakt aber im beiden Fallen ging's darum das ist da um eine Cobra Plage oder eine Rattenplage zu bekämpfen und dafür hat man Kopfgeld auf diese Tiere erhoben.

00:51:10: Und die Menschen haben angefangen, in dem einen Fall die Cobras zu züchten, im anderen immer nur die Schwänze abzuschneiden um sie zu präsentieren.

00:51:16: Die Folge war natürlich dass sich die Cobras vermehrt haben und auch die Ratten sich vermehrtt haben und man dadurch viel mehr raten hatte und später dann als man keinen Kopfgeld mehr für den Cobras gefordert hat, vielmehr Cobras rumliefen.

00:51:25: Das heißt man hat im Prinzip mit einem gut gemeinten Idee, hat man dafür gesorgt das das Problem total eskaliert ist.

00:51:31: Was ich mir jetzt vorstelle ist wenn wir das so simplifizieren, wenn wir versuchen unsere Herzfrequenz zu verbessern Regeneration zu verbessern.

00:51:38: All diese Mechanismen, die im Körper passieren, die wir dann aber runterbrechen auf diese ganz simplen Mechanismien, auf dieses ganze simple Ablesen und dann arbeiten wir dem entgegen oder für das was wir da lesen.

00:51:49: Dann meinen wird es ja gut!

00:51:51: Aber am Ende kommt da im Zweifel gar nicht so etwas Gutes raus.

00:51:54: also hat diese Überprüfung dieses Messen des eigenen Körpers auch was?

00:52:01: Gutes oder ist es am Ende etwas Schädliches, weil wir uns mit den falschen Parametern am Ende des Tages vielleicht auch beschäftigen?

00:52:07: Ja.

00:52:08: Auch das natürlich eine sehr gute Frage und auch da würde ich tatsächlich differenziert in die Antwort gehen.

00:52:16: Man muss erstmal voran stellen wenn wir über, ich sag mal so Selbstoptimierung und Bewegungsoptimierungs-Schlafoptimierungen, vielleicht auch Herzfrequenzwachabilitätsoptimieren sprechen dann reden wir leider über einen sehr kleinen Teil der Gesellschaft.

00:52:32: Der Großteil der Gesellschaft in Deutschland, überhaupt der westlichen Welt ist leider nach wie vor extrem Bewegungsfern.

00:52:39: Wir haben abhängig von der Altersgruppe eine Übergewichtsrate von sechzig bis achtzig Prozent.

00:52:45: sogar.

00:52:46: also achtzig Prozent gewisser Alterskruppen sind in Deutschland übergewichtig.

00:52:50: das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen was das bedeutet.

00:52:54: und das Übergewicht kommt ja nicht daher dass einfach zu viel gegessen wird, das ist natürlich ein Punkt.

00:52:59: Aber ein ganz wesentlicher Faktor ist auch, dass einfach viel zu wenig sich bewegt wird und deswegen ist jede Unterstützung motivational, auch im Sinne einer gewissen Feichgemification also so einen gewissen Anreiz schaffen, feichen Schrittziel pro Tag zerreichen in meinen Augen extrem gut geeignet, dass gesamtgesellschaftliche Problemen des Bewegungsmanges sind damit alle einhergehender Komorbiditäten in den Griff zu bekommen oder zumindest anzugehen ja?

00:53:24: Also Diabetes Typ II, frühzeiger Gedenkverschleiß.

00:53:27: All das sind alles Dinge die am Ende sich relativ einfach in den Griff bekommen ließen wenn wir eben das Problem des Bewegungsmanges und nicht passenden Verhältnissen von Nahrungszufuhr- und Energieverbrauch im Griff bekämen.

00:53:42: Deswegen also für den Großteil der Gesellschaft wäre es sehr sinnvoll, eben eine Uhr zu tragen die am Ende des Tages sagt pass auf.

00:53:50: Du hast eben nur dreitausend Schritte machen wir vielleicht noch so viertausend gehen um mal vor das Haus und gehen ein paar Minuten spazieren.

00:53:56: oder auch eine Uhr.

00:53:58: das andere extrem gedacht vielleicht die die extreme High Performer die sich dann permanent zu wenig Schlaf aussetzen wenn die Uhr nach drei Nacht in Folge mit vier Stunden schlafsagt.

00:54:07: du pass aus jetzt müsstest du eigentlich mindestens eine Nacht komplett nachholen die in Summe fehlt.

00:54:13: Also da macht das schon Sinn und insofern gesamtgesellschaftlich betrachtet, glaube ich ist dieser relativ geringe Anteil derer, die sich vielleicht überoptimieren wollen und dann in gewisser Weise auch Sklave reigt in Technikläubigkeit werden immer noch zu verschmerzenden im Vergleich zu dem Effekt, den man erzielt eben mit solchen gewissen Bewegungsanreizen.

00:54:36: aber leider Da kann ich eben so naiv sprechen, wie ich will.

00:54:40: Haben viele Studien gezeigt, dass solche Anreize mit einem Feedback über einen gewissen Zeitraum erst wieviel Schritte bist du gegangen oder wieviele Minuten hast du dich aktiv bewegt?

00:54:49: Kann ja auch Radfahrens sein oder Gartenarbeit was auch immer... Dass die leider nicht nachhaltig sind.

00:54:53: Das heißt, sobald diese Intervention vorbei war, jubel abgelegt wurde und vielleicht auch das Interesse daran verloren wurde, täglich zu trecken hat der Bewegungsmangel wieder zugenommen.

00:55:05: So zu beantworten, also wir müssten auf jeden Fall in der gesamtgesellschaftlichen Herangehensweise mehr dafür sorgen dass sich mehr bewegt wird.

00:55:14: Gerne auch mithilfe unterstützend durchwähre bis dir im Feedback geben die vielleicht auch überhaupt das mal drauf hinweisen was gesunde Bewegungsform sind.

00:55:21: Also vielleicht auch auf gewisse Asymmetrien, Dysbalanzen vielleicht hinweisen um eben zum Beispiel auch Gelenkschmerzen vorzubeugen.

00:55:28: aber wie gesagt in meinen Augen ist Das gesamtgesellschaftliche Problem nicht die Überoptimierung, sondern nach wie vor einfach der Bewegungsmangel bei sehr vielen.

00:55:37: Bei den größten Anzahlern Menschen eigentlich auch tatsächlich.

00:55:41: und deswegen es gibt natürlich die Hobbyleistungssport da will ich mal sagen die sicherlich etwas mehr Gelassenheit, etwas mehr Körpergefühl gut vertragen könnten und noch entspannter damit durchs Leben gingen wahrscheinlich erfolgreicher auf Wettkampfzeiten und vielleicht auch ich sag mal Gesamtzufriedenheit geschaut.

00:55:57: aber wie gesagt das ist in meinen Augen nicht das Hauptproblem unserer Gesellschaft aktuell.

00:56:03: Es ist ein super interessanter Punkt, den ich tatsächlich so auch noch nicht bedacht habe.

00:56:06: Beziehungsweise um auch damals wieder ein völlig themenfernes Beispiel zu bringen... Ich hab einen Verriss von dem Film The Odyssey gelesen von einer Altfilologin die gesagt hat sich fand im Film ganz krästlich aber sie findet es ganz toll dass es ihn gibt weil alle reden dann wieder über die antike Geschichtenerzählung und über Die Odyssey.

00:56:21: So klangst du jetzt auch gerade?

00:56:22: Du bist zwar vielleicht nicht ganz zufrieden damit wie das ausgelebt wird aber immerhin beschäftigen die Menschen sich damit was es bedeutet sich zu bewegen finden einen Weg, sich damit auseinanderzusetzen.

00:56:31: Das finde ich ein sehr diplomatischer und auch ein sehr vernünftigen Gedanken der mir so natürlich noch nicht gekommen ist.

00:56:37: was mich daran so interessant finde.

00:56:40: es für mich klingt das dann häufig so dass man das das ist ein spannungsfeld.

00:56:44: auf der einen Seite gibt's die Menschen die verlassen sich vielleicht zu sehr auf diese technologischen Sachen und das andere isst.

00:56:50: die menschen beschäftigen sich gar nicht damit und interessanterweise gilt für beide gruppen so ein bisschen der verlust von dem wo wir angefangen haben unser gespräch also die auseinandersetzung mit dem was uns seit tausenden von jahren gegeben ist nämlich das gefühl wann habe ich durst dann hab ich hunger.

00:57:06: man möchte mich bewegen wann muss ich mich ausruhen?

00:57:09: und das finde ich so spannend.

00:57:10: hast du einen gefühl dafür wie man das vielleicht noch in die Menschen noch näher anbringen kann.

00:57:17: Wo kann Technologie da vielleicht unterstützen?

00:57:19: Ist es so, wie du's gerade gesagt hast oder teilst du erstmal auch diese Analyse sozusagen?

00:57:22: Vielleicht verlieren wir ein bisschen das Gefühl für unsere eigene Körperdynamik, für das eigene Körpergefühl wenn wir uns zu sehr oder zu wenig vielleicht auch auf Technik verlassen.

00:57:33: Ja also... gebe ich dir erst mal hundertprozentig recht.

00:57:36: Also der Verlust des eignen Körpergefühls ist in meinen Augen wirklich auch omnipräsent und das geht dann auch für alle Gruppen wieder also von den Spitzensporzern Da fahre ich doch am wenigsten.

00:57:46: dann aber die ambitionierten Breitensporzer, die es sich gefühlt manchmal wie auch Leistungssportler dann eben bei Wettkämpfen anmelden und da auch teilnehmen.

00:57:54: Aber eben auch für den Breiten Sport genauso auch für die Bewegungsfernachenschichten und zum Teil auch die, die eben zum Teil Sport nur aus dem Fernsehen kennen.

00:58:02: Denn es ist tatsächlich so dass in all diesen Gruppen ob nun gesellschaftliche oder private persönliche Zwänge dazu führen, dass wir einerseits vielleicht auf die Signale divers ja wohl noch wahrnehmen zum Beispiel Bemüdigkeit oder Erschöpftheit.

00:58:20: Bewegungstrang, dass wir darauf nicht reagieren können.

00:58:23: Weil wir zum Beispiel eben noch schnell einen Referat fertig machen müssen für Studium, vielleicht auch noch Orgen im Paper schreiben müssen als Wissenschaftler und wissen okay das muss eingereicht sein.

00:58:32: jetzt ist zwei Uhr morgens aber ich habe eben nur diese eine Nacht.

00:58:35: Das heißt da muss ich meine Müdigkeit an der Stelle einfach ignorieren.

00:58:38: und wenn ich das ein paar Nächte mache hab ich auf jeden Fall über meinen eigentlichen Verhältnisse auch was die Gesundheit anbetrifft gelebt.

00:58:45: Aber auch die Anrichtungen betrachtet.

00:58:48: Ich möchte vielleicht jetzt auf mein Hungergefühl hören, aber ich bin vielleicht dran gebunden was jetzt auf dem Familien-Tisch steht oder weil es auch beim Geschäftsessen einfach serviert wird.

00:58:58: Für mich immer der totale Albtraum.

00:59:00: ja so ein Allerkartmenü wo ich dann vorwählen muss und weiß noch gar nicht richtig, was sich an diesen Namen versteckt.

00:59:06: Und dann auch die Inhaltsstoffe nicht kennen.

00:59:08: bei der Ernährung bin ich da schon relativ schwieriger Zeitgenosse glaube ich.

00:59:13: deswegen das sind alles Dinge.

00:59:14: wir sind natürlich gesellschaftlichen und auch inneren Zwängen durch im persönliche Umstände usw.

00:59:19: ausgesetzt.

00:59:20: Die können wir natürlich auch nur zum Teil abbauen.

00:59:23: Einige Dinge können wir gar nicht verändern, ja also es gibt verschiedene Chronotypen, es gibt die Lärchen, die gerne früh aufstehen, früh ins Bett gehen und es gibt Euren, die gar nicht spät aufstehend und spät in das Bett gehen.

00:59:33: Trotzdem müssen alle irgendwie von sieben bis neun spätestens dann auf der Matte stehen ob im Büro oder im Homeoffice bereit sein.

00:59:40: Also da gibt es einfach gewisse Dinge an die wir uns irgendwie nutgetrungen nach wie vor anpassen müssen, aber es gibt natürlich auch viele Freiräume.

00:59:48: Und da ist glaube ich in meinen Augen schon der Schlüssel zum Erfolg verborgen dass wir mehr Möglichkeiten schaffen diese Freirräume der persönlichen Ausgestaltung eines gesunden Lebens die es auch erstmal anzubieten gesellschaftlich zu nutzen.

01:00:04: ein bestes Beispiel Vergangenes Jahr oder letzten beiden Jahre war ich einerseits in Norwegen zu einem kurzen Forschungsaufenthalt.

01:00:13: Und dann war ich relativ lange in den USA, in Florida an der Universität.

01:00:17: alleine die Unterschiede wie Bewegung ermöglicht wird und auch verhindert wird Fluchelte hat man wunderbare klimatische Bedingungen, dass man das ganze Jahr ratfahren könnte.

01:00:27: Ich habe meinen Radort mitgebracht oder von meinem Gastprofessor Schief angeschaut.

01:00:31: Willst du dir wirklich raten?

01:00:31: Das ist eben gefährlich und ich hab dann sehr weit verstanden was er damit meinte.

01:00:35: Radwege sind dort die Standspuren auf den viersprügen Autobahnen Und die hören auch irgendwann einfach auf.

01:00:41: Während in Norwegen weiß man, die klimatischen Bedingungen sind deutlich ungünstiger für das Radfahren.

01:00:47: Osso hat viele Schneetage und auch viele Keiltemperaturen.

01:00:50: Ich habe nirgends wo bisher auf der Welt so ein gut ausgebautes Radnetz erlebt.

01:00:54: Das ist eine Möglichkeit dass wir im das tägliche Pendeln, das natürlich allen unseren westlichen Gesellschaften irgendwie mit dazugehört einerseits so gestalten können, dass es gesund ist.

01:01:04: Dass wir also gleich Bewegung haben.

01:01:06: Andererseits auch die Möglichkeit schaffen das eben diese Schwellen abgebaut werden, das überhaupt in Anspruch zu nehmen.

01:01:12: Wenn ich de facto jedes mal um mein Leben fürchten muss wenn ich auf das Rad steige werde ich das bestimmt nicht allzu oft machen.

01:01:18: Wenn Ich aber vollkommen normal angeschaut werde, wenn ich mit Rad helm und vielleicht Radklamotten ins Büro komme weil ich mich dann umziehe, ist das eine ganz andere Möglichkeit.

01:01:26: deswegen also die Ich sage mal, die Schaffung von Möglichkeiten sich zu bewegen.

01:01:32: Sich auch gesund im gesamten Lebensstil zu verhalten.

01:01:36: Das ist ein großes Potenzial.

01:01:37: das haben einige Länder wie ich habe schon gesagt nur wegen auch Schweden ist der sehr gut dabei.

01:01:41: in Dänemark also die skandinavischen Länder sind da sehr gut bei Deutschland wo die sagen es zum Mittelfeld kommt auf die Gegend an und natürlich ein Stück weit auf die gesellschaftliche Situationen in der man dann dort gerade lebt und wohnt.

01:01:53: USA ist in meinen Augen zumindest die Teile, die ich besser kennengelernt habe.

01:01:57: Da ganz weit hinten angesiedelt.

01:01:59: und da sieht man auch wenn man dann mal auf die Daten schaut was eben Lebenserwartungen, Lebenszufriedenheit vor allem anschaut das nicht ganz überraschend korrolliert relativ gut damit.

01:02:06: Deswegen technische Unterstützung ist gut und wichtig.

01:02:09: viel wichtiger in meine Augen ist Möglichkeiten zu schaffen Bewegung damit auch gesunde Lebensführung in den Alltag zu integrieren Und gerne natürlich dann auch da technische Möglichkeiten zu schaffen dass zu steuern Planen auch ein stückweit feich Feedback zu geben.

01:02:26: Aber viel wichtiger als Bewegung nur, ich sag mal technisch zu messen ist, Bewegungen leben zu können Spaß in der Bewegung zu haben das vor allem nachhaltig zu machen dass man von frühen Kindesalter Tagen an bis ins hohe Alter hinein sportlich aktiv bleiben kann.

01:02:41: wenn wir das schaffen Ich glaube dann haben viele Probleme und zur heutigen Gesellschaft gelöst.

01:02:47: Das wäre ein fantastisches Schlusswort.

01:02:48: Aber ich hab noch einen Punkt, den wir die ganze Zeit gestriffen haben und dafür hab' ich mir belegt, die Rubrik einsortiert mal heran zu ziehen.

01:02:58: Einsortiert.

01:03:02: Ich habe mich nämlich mal auf die Suche begeben nach vielen Dingen, die ich so gelesen habe aus den Schriften oder den Vorträgen vielleicht auch die du so publiziert hast Und ich hab zum einen Artikel im Spiegel gefunden, den ich in den Show Notes verlinke.

01:03:17: Zum anderen hab ich mich mal in Foren und Co.

01:03:21: begeben, und geschaut wo finde ich eigentlich die meisten Widersprüche vielleicht auch in Herstellerbewertung?

01:03:27: Und eine Sache die mir extrem aufgefallen ist, ist dass es einen unglaublichen das habe ich tatsächlich kürzlich erst privaten Umfeld mitbekommen.

01:03:36: Eine ganz große Differenz gibt beim Thema Schlaf und das haben wir, hast du immer wieder gestriffen ist ein ganz wichtiger Faktor in der Bewegung im Alltag für all die kognitiven und körperlichen Leistungen, die wir erbringen müssen und natürlich soll auch das abgedeckt werden.

01:03:51: Darauf gekommen bin ich weil ein guter Freund von mir kürzlich sagte interessant meine Uhr sagt mir Ich habe heute ganz schlecht geschlafen mich fühle mich aber fantastisch.

01:03:59: Und dasselbe begegnet mir diesem Artikel und derselbe Begegnet mir auch in allen möglichen Foren, dass das eigene Körpergefühl etwas vermittelt hat was die Uhr gar nicht gesagt hat.

01:04:10: In beide Richtungen im Übrigen.

01:04:11: Fantastischer Schlaf aber total gerädert.

01:04:14: Andersrum ein fantastisches morgensliches Gefühl aber die Uhr sagt ich habe ganz schlimm geschlafen.

01:04:19: Wie sinnvoll ist das Messen vom Schlaf mit diesen Wearables?

01:04:24: wie verlässlich ist es und was wird da überhaupt gemessen?

01:04:27: Ja also zum einen kann ich die Einschätzung komplett teilen dass das, was an Rückmeldungen gegeben wird oftmals nicht mit dem korreliert wie empfunden wird und was auch vielleicht so objektive Marker wie Schlafzeit oder auch Schlafensdauer usw.

01:04:44: sagen also nicht nur die Dauerscheide noch eben wann man vom Biorhythmus, vom Chrono, also vom Zirkardianrhythmus den Schlaf gefunden hat uns

01:04:53: usw.,

01:04:54: was wird gemessen?

01:04:55: Also einerseits wird die Herzfrequenz gemessen, auch mit allen Problemen, die wir schon angesprochen haben.

01:05:01: Die werden natürlich dann wieder am Handgelenk gemessen.

01:05:04: jetzt kann man natürlich zur Unterstützung und zur Verteidigung der Ohren sagen im Schlaf bewegt man sich relativ wenig.

01:05:10: Bewegungsartifakte sind ergo damit gering.

01:05:13: allerdings fängt es schon an dass man gerade im schlaf zumindest bin ich da jemand der ungern die uhr so richtig straff trägt die dann auch in zweife richtig abdrücke hinterlässt ist auch für die haut dann auf Dauer gar nicht so gut.

01:05:23: da gibt's ja auch durchaus auch ernstzunehmende Reaktion der Haut.

01:05:28: Das heißt also, so Straf wie man die eigentlich tragen müsste in einigen Fällen kommt auf den Körperbau an, auf verschiedene weitere körperliche Eigenschaften wird die oftmals nicht getragen womit dann schon eine der Hauptmessgrößte nämlich die Herzfrequenz zur Ermittlung eben von zum Beispiel der Schlafphase und überhaupt der unterscheidungssichtenden Ruhe und Schlaf Also Ruhe im Sinne von ich bin wach aber liege nur und schlafe ist schlafer wirklich schwierig wird.

01:05:52: Dann wird auch gemessen wie ich mich bewege, also ob ich sehr unruhig bin oder vielleicht auch lange Fasen wirklich komplett bewegungslos liege.

01:06:00: Um dann anhand gewisser Modelle die eben Bewegungsdaten, Herzfrequenz-Daten aufnehmen zum Teil auch so Körpertemperaturmetrigen das eher seltener, dann ermitteln welcher Schlaffase ich gerade bin und sagen wir allgemein an welche Ruhe fass ich bin, ob dass nur ruhig liegen ist oder schon schlafen ist, ob das Remschlaf ist usw.. Wir wissen, dass es durchaus da Korrelationen gibt.

01:06:23: Wir wissen aber auch das diese Korrelationskoffizient nicht allzu gut sind.

01:06:26: Das heißt also, dass das wiederum was da gemessen wird für den Einzelnen ganz gut stimmen kann und bei anderen überhaupt nicht stimmen muss.

01:06:33: Das ist der erste Punkt.

01:06:35: Dann ist die nächste Frage natürlich braurig das.

01:06:40: Also wir hatten schon ja anfangs drüber gesprochen.

01:06:46: wenn man jetzt den Homo erectus nimmt vielleicht als den Punkt ab dem wir, sag ich mal die Menschheitsgeschichte im engeren Sinne betreten haben.

01:06:53: Da hätten wir so zwei drei Millionen Jahre, in denen wir auf jeden Fall jeden Tag irgendwie geschlafen haben, zumindest in allermeisten Fällen.

01:06:59: Das heißt wir sind der Ebelzahnärzt sehr gut darauf eingestellt auch eine Schlafdauer irgendwie selber zu steuern.

01:07:05: natürlich klar wenn das Ebel zahnt Tiger an der Höhle am Eingang steht, dann werde ich nicht durchschlafen.

01:07:09: Da habe ich

01:07:10: Stress.".

01:07:10: Aber es gibt natürlich auch wieder Phasen wo ich in Ruhe schlafen kann.

01:07:14: das heißt dies normale dieses natürliche Müdigkeitsgefühl dem nachzugeben ist natürlich ein Luxus den wir nicht jeden Tag haben.

01:07:21: aber wenn ich permanent gegen dieses Müdighetsgefühl ankämpfe weiß ich genau ich krieg geradezu wenig Schlaf ab.

01:07:27: und was viele mit Schlafoptimierung wollen und mein ist eigentlich, wie komme ich mit weniger Schlaf als ich brauche trotzdem irgendwie über die Runden.

01:07:35: Und das ist natürlich langfristig gesehen Quatsch.

01:07:40: Mütlichkeit ist ein wichtiger Indikator dass der Körper Ruhr braucht.

01:07:44: Klar, ich kann dem nicht jeden Tag und meiste unter der Woche überhaupt nicht in dem Umfang nachgeben wie ich das gerne hätte vielleicht.

01:07:49: Aber am Wochenende muss ich mir halt einmal Gelegenheit schaffen auch mal einfach schlafen zu können, auch mal ausschlafen.

01:07:55: es hat nichts mit V-Light zu tun überhaupt nicht.

01:07:57: Trainingsreize werden vor allem in der Ruhe wirksam.

01:08:00: Muskelwachstum Anpassungsprozesse ins Sehnen im Bindegewebe allgemein.

01:08:05: Schlaf ist ein ganz wesentlicher Aspekt also guter Schlaf von erfolgreichem Training.

01:08:10: deswegen den brauche ich.

01:08:11: Deswegen diese ganze Schlafoptimierung, von der halte ich persönlich nicht viel.

01:08:16: Weil wie gesagt wichtig ist wenn ich müde bin schlafe, wenn ich munter bin brauche ich nicht schlafen.

01:08:21: Wichtig wird es nur dann wenn ich vielleicht aus äußeren Umständen heraus eben meinen Termintruck, vielleicht auch private Zwänge etc.

01:08:29: oder auch zum Beispiel einen verschobenen Zuckardianrhythmus durch Chat-Sack zum Beispiel, da ich dann gar nicht mehr genau weiß wieviel habe ich jetzt eigentlich geschlafen.

01:08:37: erst wenn man die ich mal Phasen überbrücken will, wo einem einfach Informationen fehlen.

01:08:42: Weil das natürliche Körpergefühl entweder übersteuert ist oder eben gerade verfälcht ist durch zum Beispiel Chat-Legg dass man da ein Master für Krieg.

01:08:50: wie viel schlafe ich eigentlich?

01:08:51: aber ganz ehrlich wenn nicht in der gleichen Zeitzone das Jahr über Lebe, wesentlichen das Jahr Überlebe.

01:08:59: Dann braucht man meine Uhr nicht sagen ob ich gut oder schlecht geschlafen habe.

01:09:01: Das merke ich am Morgen und spielestens dann die Nacht drauf oder die übernächste Nacht drauf weiß ich okay.

01:09:07: es waren somit zu wenig.

01:09:08: dass man zu viel schläft hab ich selber noch nicht erlebt.

01:09:11: ja super super Punkt und Ich finde es interessant weil wir jetzt auch gestriffen haben Dass dazu ... zu diesem ganzen Thema Selbstoptimierung, Fitness.

01:09:22: Das hat ja auch immer noch mal mehr... ... noch viel mehr Dimension als nur Fitness und Bewegung.

01:09:26: aber da gehört dir auch dieser Mechanismus.

01:09:28: du hast beschrieben was für eine wachsende Industrie das ist?

01:09:30: Da gehört Apps wie Strava, da gehören Getränke dazu ein Ernährungsmittel.

01:09:35: Und ich finde es so interessant dass das hatten wir vorhin schonmal dass man versucht sehr komplexe Vorgänge runterzubrechen auf ne ganz einfache Antworten auf den ganz einfaches Messen.

01:09:45: wenn man die Zuhört merkt man aber Zum einen, es ist unglaublich komplex und es ist vor allem auch bei jedem Menschen unterschiedlich.

01:09:52: Weil's natürlich bei jedem Mensch unterschiedlich irgendwie so viele Parameter gibt.

01:09:56: Und gleichzeitig ist dann ja doch wieder ganz einfach weil man muss ja eigentlich erst mal nur ein Gefühl dafür bekommen Man muss ja nur anfangen sich mit sich selbst in seinem Körper zu beschäftigen und zwar nicht extern also sich sagen lassen wie der körper funktioniert sondern wirklich Mal versuchen Wie fühle ich mich was brauche ich.

01:10:16: Und dann kann ich mir vorstellen, auch als jemand der das bisher gar nicht macht.

01:10:20: Sind diese Wearables im Zweifel interessant irgendwann?

01:10:22: Wenn man sagt ... Ich versuch mal das was ich vielleicht selbst schon einen Eindruck von habe noch einmal zu bestätigen oder zu verbessern.

01:10:27: Also ein ganz interessanter, ganz spannender Ritt durch eine ganz faszinierende Welt die uns wahrscheinlich den Eindruck kannst du mir ja auch nochmal geben, noch sehr lange begleiten wird und wahrscheinlich irgendwann auch sehr viel verbessert begleitet wird, oder?

01:10:42: Ja!

01:10:42: Das wünsche ich mir, das wünsche uns allen sehr.

01:10:46: Eine Sache die jetzt vielleicht bisher in meinen Ausführungen noch gar nicht so deutlich geworden ist weil ich natürlich aus gegebenen Grund bei einigen Punkten auch sehr kritisch auf die Wärebis schauen muss ist dass die Werebis uns sonst undenkbare Einblicke in die Trainingswissenschaft geben die wir niemals anders bekommen könnten.

01:11:06: Wenn wir zum Beispiel wissen wollen, wie jemand biomechanisch oder asymmetrisch im Gelände läuft, können wir das nicht im Labor machen.

01:11:15: Wir sind da auch ganz konkret in die Höhe geflogen auf Tenerife von Meereshöhe bis auf ca.

01:11:22: im echten Gewende, in der Höhe, also in den Sauerstoffmangelhypoxie.

01:11:27: Wie sich ja zum Beispiel diese Symmetrien oder asymmetrienslichen Linken um rechten Beinen verändern abhängig von Aufgeschwindigkeit und so weiter.

01:11:34: Das sind Dinge die für die Trainingsteuerung gerade bei hohen Trainingssagen extrem wichtig sind.

01:11:38: Ich will ja wissen als Trainer, als er das sieht ist jetzt die Belastung nur dadurch erhöht dass ich eben weniger Sauerstoffs verfügbar habe bei einem gewissen Luftdruck.

01:11:46: Oder ist vielleicht auch einfach die Tatsache, dass diese Rückkopplung stattfindet in meinem Körper so maßgeblich, da ich dann auch meinen ganzen Bewegungsablauf also mein Bewegungsderry-Typ ändere unbewusst?

01:11:56: Das sind ganz wichtige Fragen, die können wir nicht im Labor messen und dafür brauchen wir die Wäre bis.

01:12:00: Und das ist natürlich extrem dankbar dafür, dass es die Möglichkeit gibt!

01:12:04: Wir wissen um die Die Grenzen kennen die Fehlerbalken, die zum Teil nicht ganz gering sind.

01:12:09: Wir wissen aber auch dass wir überhaupt einen Messwert bekommen dem ja mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch wirklich belastbar als Messwert verstehen können.

01:12:17: das heißt wir haben der Eindlige die wir sonst nie bekämen und das ist natürlich ein enormer Vorteil.

01:12:22: also wir bringen gerade die Biomechanik auch auch die Leistungsfüße wie aber auch gerade die biomechanic jetzt eben wie man auf Deutsch so etwas halbrund sagt, ja in die freie wildbahn.

01:12:33: auf englisch into the wild klingt das viel cooler.

01:12:37: also wir finden der lage jetzt aus dem labor wirklich in das echte leben zu gehen in die frei wildbahn zu gehen und dass ermöglicht uns die welter wäre bis und vorher war das undenkbar.

01:12:46: deswegen Ich hoffe darauf und ich bin fest davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren dann noch weitere tolle Entwicklungen sehen werden.

01:12:54: Man muss ja auch sagen vorhin habe ich über die ungenaue Messung am Handgelenk gesprochen der Herzfrequenz.

01:12:59: mittlerweile haben wir eben am Oberarm die Messmethoden die deutlich genauer sind.

01:13:02: wahrscheinlich in zwei drei jahren haben wir da auch Methoden die EKG Standard haben.

01:13:06: davon bin ich jetzt fast schon überzeugt wenn man die Geschwindigkeit der Verbesserung sich anschaut.

01:13:11: wovon ich persönlich träume ist, dass wir irgendwann in der Lage sein werden auch Atemgasanalysen also Spirurgometrie mit Wehrer bis durchzuführen.

01:13:19: Momentan sind diese mobilen Geräte noch richtige Rucksäcke, kleine Rucksläcke aber mit Rucksägge die man auf dem Rücken trägt.

01:13:26: Ich träume davon, dass man irgendwann die vielleicht wirklich so eine Art, ich sag mal, Sensor auf der Zunge oder im Mund irgendwo hat.

01:13:32: Dass dann automatisch da die Werte ermittelt werden und mir dann automatich zeigen, wo ich gerade in welcher Trängesthöhne wirklich unterwegs bin.

01:13:38: Und dann zum Beispiel auch ne echte ventilatorische Schwelle ableiten könnten.

01:13:43: Das sind Dinge, die klingen momentan noch wie Science-Fiction aber wie gesagt es wäre ja noch vor vor dreißig Jahren und denkbar gewesen das sich eben mit einer Armbanduhr oder auch vor zwanzig Jahren undenkbar gewesen Mann uhr Vorhofflemmern mit EKG-Genauigkeit ermitteln können.

01:13:58: Das geht mittlerweile, also der Fortschritt ist enorm und er begeistert mich auch wenn ich jetzt natürlich immer relativ kritisch auch einige Dinge besprochen habe.

01:14:07: das nur Ausdruck dessen da ich ein begeisterter Anwender bin aber natürlich trotzdem als Wissenschaftler den kritischen Blick auf die Sache behalten muss.

01:14:14: Ich würde auch definitiv sagen, das ist zu einhundert Prozent rausgekommen.

01:14:17: Was mir in diesem Podcast durch die WissenschaftlerInnen immer wieder begegnet, ist die Tatsache dass sie wesentlich besser als beispielsweise ich in der Lage sind beide Seiten zu sehen und keine Absolute.

01:14:28: Und was man immer raushört ist es ist der jetzige Stand der Forschung.

01:14:31: und genau darum geht's.

01:14:32: ja

01:14:34: Der Ahar-Moment.

01:14:39: Ich entlasse dich auf dieser Folge mit der Kategorie dem Aha Moment.

01:14:43: und zwar würde ich von dir gerne mal wissen Was ist die letzte Wissenschaft, eine Erkenntnis?

01:14:49: Ein Fakt, den du dir kürztlich begegnest.

01:14:51: Ein Forschungsergebnis, das dir begegnet ist aus deinem oder auch einem anderen Fachbereich der aber dir einen echten Aha-Moment ausgelöst hat.

01:14:57: Was fällt dir da rein?

01:14:58: Ja, da fällt mir tatsächlich eine Begebenheit ein, die ist gerade einmal eine Woche und einen Tag alt.

01:15:06: Ich war am Rande einer Konferenz in England, einer sportwissenschaftlichen Konferens In dem schönen Lovebauer war man noch zwei, drei Tage in London und da habe ich mir einen kleinen Trauma für den ich schon seit einiger Zeit hatte, nämlich dort mal das Naturkundemuseum hier anzuschauen.

01:15:20: Und jetzt konnte ich wahrscheinlich auch eine Stunde darüber reden was ich alles für tolle Dinge gesehen habe an Originalen, die Andertaler, Schäden

01:15:27: usw.,

01:15:28: aber es war eine Sache die ich nicht erwartet hat und die mich wirklich in dem Moment begeistert gleichzeitig auch so etwas vom Glauben abgebracht hat, also wirklich einen ganz enormen Aha-Effekt dargestellt hat.

01:15:40: Nämlich als ich vor einem natürlich versteinerten Skelettfuß, also einer unteren Extremität von einem Dinosaurium iguanodon in dem Falle stand und da war natürlich auch sehr gut aufbereitet mit Beschriftung zu sehen wie an einem der mehreren, wir würden sagen zehn Gelenke, also die haben auch die Dinosaurier einen sehr ähnlichen Aufbau wie wir in der Unternextremität.

01:16:03: Wie überhaupt alle Würbetiere?

01:16:04: Also die Gliedrigkeit der Knochen ist eigentlich nahezu gleich bis auf dann die Zehen vielleicht.

01:16:10: da haben sie ein paar weniger.

01:16:11: aber eins dieser zehn Gelenker hatte ganz deutlich erkennbare Osteofüten, das sind also Knochenzungen die quasi über die Gelenkfläche hinauswachsen als Ausdruck einfach von Arthrose.

01:16:24: Von einer artritischen Knoche auch Knorpel Entzündung oder Veränderung, die wir würden sagen ja Überbelastung, Fehlbelastungs entsteht natürlich beim Dinosaurier wissen wir der wird jetzt nicht irgendwie auf dem Sofa gesessen haben, da wird sich viel Auto gefahren sein.

01:16:41: Das heißt ist ein natürlicher Vorgang und Der ist immerhin ziemlich alt geworden.

01:16:47: Man weiß nicht genau wie alt, aber auf jeden Fall schon eher im Bereich von vielleicht so dreißigvierzigfünfzig Jahren, vielleicht sogar noch etwas älter.

01:16:54: Er hat sogar als sechstensechzig Millionen Jahre später ins Museum geschafft – aufgrund auch dieser Tatsache!

01:17:00: Also weil ich damit sagen will, dass wir gewisse Veränderungen, die wir als Pathologie in unserem Körper verstehen.

01:17:07: Vielleicht viel mehr verstehen sollten als natürliche Veränderung, die natürlichen Stückweite Lebensqualität beeinflussen.

01:17:14: Aber wir sollten nicht diese Veränderungs- den ermöglichen, dass sie unsere Lebensqualität nachhaltig so stark beeinträchtigen, dass wir uns gar nicht mehr in Bewegung vielleicht befinden oder auch den Spaß an der Bewegung verlieren.

01:17:27: Nachweislich dieser Dino hat mit diesem Osteophyt noch eine ganze Weile mit dieser Atrose gelebt und ja gut, irgendwann ist er auch gestorben.

01:17:34: aber das geht uns allen so.

01:17:38: Deswegen also die Tatsache, dass wie er versteinert eine Reaktion einer quasi Anpassungsreaktion des entzündeten Gelenk sehen zeigt, dass man mit dieser Pathologie auch ganz gut leben konnte.

01:17:50: Damals ohne irgendwelche Medikationen, ohne mutmaßig, ohne soziale Strukturen die ihn aufgefangen haben.

01:17:56: Deswegen das war für mich auch so etwas tatsächlich der Harmoment.

01:18:00: ich gehe ja mittlerweile auch Auf das forty-fünfzehnte Lebensjahr zu, also nicht mehr ganz jung wie ich immer wieder feststelle.

01:18:07: Hab auch mit jetzt neulich wieder mit kleinen Fußbeschwerden zu tun und gesagt mir wieder hey!

01:18:11: Also wenn dass der Dino damals geschafft hat trotzdem noch zu laufen dann kann ich das auch.

01:18:16: und deswegen manchmal reicht wirklich Zähne zusammen bei es einfach Augen zu und durch.

01:18:23: Was ist eine schöne Geschichte?

01:18:24: Was für ein schöner Rausschmeißer.

01:18:26: Lieber Olaf, es hat unglaublich Spaß gemacht.

01:18:28: Wahnsinnig interessant!

01:18:29: Ich danke dir sehr für deine Einblicke.

01:18:31: Vielen Dank Es hat mir auch viel Freude bereitet.

01:18:34: Ganz klasse.

01:18:35: vielen dank dass ich dabei sein durfte.

01:18:43: Das war eine neue Folge Stand der Forschung.

01:18:46: Ich bin Jonas Ross und dieser Podcast wird produziert vom Studio ZX Für Zeit Advice In dieser Folge im Auftrag der Hochschule Magdeburg Stendal.

01:18:55: Wenn du den Podcast gerne gehört hast dann abonnier ihn doch Und verpasst keine weitere Folge Und noch besser bewährt ihn doch gleich.

01:19:02: Ich sage danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

01:19:05: Ciao!

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